Tristan Halfar ist Nachwuchsspediteur des Jahres

Der diesjährige Gewinner des Young Freight Forwarder Germany Awards kommt aus Kopenhagen. Zwar haben der Speditions- und Logistikverband DSLV und die DVZ als Ausrichter des Nachwuchspreis-Wettbewerbs die Kriterien für den YFFGA nicht geändert. Voraussetzung ist weiterhin ein hervorragender Speditionsabschluss in Deutschland. Aber Tristan Halfar, der seine Ausbildung bei Kühne + Nagel in Bremen absolviert hat, studiert mittlerweile an der renommierten Copenhagen Business School in der dänischen Hauptstadt.
Der 22-Jährige setzte sich in einem spannenden Finale gegen Adem Yakub Cüceoglu (Ausbildungsbetrieb: Loxx Logistics, Gelsenkirchen) und Paul Schmid (Dachser, Mintraching) durch und erhielt seinen Preis am Freitag im Rahmen der Jahresmitgliederversammlung des DSLV in Hamburg. Damit hat sich der geborene Bielefelder auch für den weltweiten FIATA-Nachwuchswettbewerb qualifiziert.
Erstmals nach drei Siegerinnen in den Vorjahren gab es mit Halfar wieder einen Sieger beim YFFGA. Dabei hatten sich die drei Herren auf dem Treppchen in einem spannenden Finalwettbewerb im August gegen Cendrine Haas (Logwin Air + Ocean Deutschland, Frankfurt) und Fabrice Laumann (Wahl & Co., Bielefeld) durchgesetzt.
Komplizierter Transport von den USA nach Deutschland
Die Nachwuchskräfte mussten dabei eine knifflige Projektlogistikaufgabe lösen und diese vor einer Jury präsentieren. Es ging darum, ein Transportkonzept für die Verlegung einer industriellen Lackieranlage von dem Standort der Tochterfirma in Springfield, Illinois, zurück nach Marburg zu entwerfen. Die Ansätze waren sehr unterschiedlich, letztendlich fanden aber alle Kandidatinnen und Kandidaten ausgezeichnete Wege für die Fracht.
„Sie alle haben durch Kompetenz und Begeisterung bestochen“, lobte Gabriele Schwarz, Jurymitglied und Prokuristin bei der Göppinger Wackler Spedition & Logistik, bei der Preisvergabe. Das Niveau sei durchweg sehr hoch gewesen, entsprechend schwer sei der Jury die Entscheidung gefallen. Schwarz: „Es waren nur Nuancen.“
Tristan Halfar habe mit seinem multimodalen Lösungsansatz überzeugt. Und er habe besonders professionell präsentiert, „wie man es auch in einem Kundengespräch erwarten würde“, unterstrich Schwarz. Paul Schmid habe als jüngster Teilnehmer des Final-Wettbewerbs als Erster vor der Jury fulminant vorgelegt. Der 20-Jährige habe dabei große Leidenschaft für den Beruf des Speditionskaufmanns gezeigt. Der Lohn: der zweite Platz im Wettbewerb. Adem Yakub Cüceoglu (27) sei es insbesondere gelungen, die unterschiedlichen Anforderungen des komplexen Transportes in einem schlüssigen Gesamtkonzept zu verbinden.
Für Schwarz war es zum 20. Jubiläum des YFFGA die letzte Preisvergabe in ihrer langjährigen Rolle als Vorsitzende der Kommission für berufliche Bildung im DSLV. Sie hat das Amt an Christoph Welticke von Emons übergeben. Eines gab sie den Anwesenden aber noch mit auf den Weg: „Junge Talente zu gewinnen und zu qualifizieren ist entscheidend für die Logistik.“
Weitere Infos zum YFFGA gibt es unter youngfreightforwarder.de



