Deutsche Verkehrs-Zeitung

Quartalscheck

Quartalscheck: Reges Transportgeschehen im Landverkehr

Alle Verkehrsträger haben seit Jahresbeginn offenbar gut zu tun. Doch die Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Verfügbarkeit von Fahrern sowie steigende Preise und knappe Materialien drohen die Entwicklung zu dämpfen. Hinzu kommen der Ukraine-Krieg und der Lockdown in Shanghai.

Der Seefracht-Boom ist erst einmal vorbei

Die beiden Verkehrsträger See- und Luftfracht entwickeln sich aktuell sehr unterschiedlich. Während die Seefracht nach langen Monaten der Hausse in eine deutlich verhaltenere Phase übergeht, zeigt sich die Luftfracht unverändert stark und dürfte sogar von den Überlastungen der angespannten maritimen Lieferkette profitieren.

Übernahme von Menzies durch Agility perfekt

Das schottische Bodenabfertigungs- und Handlingunternehmen teilte der Börse mit, dass es den Bedingungen des Geschäfts zugestimmt habe. Menzies wird mit dem Geschäftsbereich National Aviation Services (NAS) von Agility zusammengelegt.

See- und Luftfracht boomen weiter

Beide Verkehrsträger werden nach wie vor von starker Nachfrage zu hohen Wachstumszahlen getrieben. Auffällig ist allerdings die gegenüber den Vormonaten verhaltenere Entwicklung bei Aircargo. Die europäischen Nordseehäfen entkoppeln sich weiter von der globalen Dynamik.

Logistik-Indikator: Deutlicher Dämpfer zum Jahresende

Die deutsche Logistikkonjunktur hat sich im Schlussquartal abgekühlt. Die Lage wurde zwar noch oft mit gut beurteilt, dies aber seltener als zuletzt. Zudem haben sich die Aussichten eingetrübt. Die Logistikpreise dürften auf breiter Front steigen. Und die Fertigwarenbestände verharren im Dauertief.

Quartalscheck: Aufkommen im Landverkehr bleibt hoch

Das Laderaumangebot auf der Straße läuft der Nachfrage hinterher. Zudem werden mehr Güter über die Schiene befördert; Mengen sowie Verkehrsleistungen liegen über dem Vorjahresniveau. Das gilt in Teilen auch für die Binnenschifffahrt. Allerdings leidet der Containerverkehr weiter unter den Friktionen in den Lieferketten.

Die Stimmung in der Luft- und Seefracht bleibt gut

Beide internationale Verkehrsträger werden weiterhin von starker Nachfrage zu neuen Rekordzahlen getrieben. Auffällig ist allerdings die deutlich verhaltenere Entwicklung im Verkehrsgebiet Europa, das mit der global zu beobachtenden Dynamik nicht mithalten kann.

Zahlen und Fakten

Weitere Meldungen aus Quartalscheck

Landverkehr: Transportnachfrage zieht an

Der Laderaum im Straßengüterverkehr bleibt Mangelware. Auch im Schienengüterverkehr steigt nach einem schwachen Jahresstart nun die Nachfrage nach Kapazität stark an. Zwiegespalten dagegen die Lage in der Binnenschifffahrt: Tank- und Containerschiffe haben gut zu tun, während in der Trockengüterschifffahrt ein Überangebot an Schiffsraum besteht.

See- und Luftfracht bleiben auf hohem Niveau

Die beiden internationalen Verkehrsträger profitieren global im Zuge der Pandemie weiterhin von knappen Kapazitäten und starker Industrieproduktion. Der Containerumschlag in den wichtigen kontinentaleuropäischen Häfen an der Nordsee koppelt sich jedoch von der weltweiten Entwicklung ab.

Logistikindikator zeigt Seitwärtsbewegung

In den ersten Monaten des Jahres hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Logistikwirtschaft nicht weiter verbessert, wie aus aktuellen Umfragen hervorgeht. Die Logistikdienstleister und auf Verladerseite vor allem die Einzelhändler leiden weiterhin unter den Folgen der Pandemie.

Logistikindikator: Bessere Lage – Pessimismus ist zurück

Die Umfragewerte für Oktober und November deuten bereits darauf hin, dass die Erholung des Geschäftsklimas der deutschen Logistikwirtschaft im vierten Quartal enden wird. BVL-Chef Prof. Thomas Wimmer blickt trotzdem optimistisch in Richtung Frühjahr.