Deutsche Verkehrs-Zeitung

16. Juni 2021 | Digitalkonferenz

Digital Crime Prevention Day

Fracht- und Datendieben einen Schritt voraus

Die Gefahr von Frachtdiebstählen ist allgegenwärtig. Die Täter sind vermehrt organisierte Banden. Sie haben vor allem auf Parkplätzen oft leichtes Spiel. Warenlager gelten heute als relativ sicher, aber gerade auf EU-Ebene gibt es bei der Gebäudesicherheit große Herausforderungen und immer noch viele Verluste.

Deutschland gehört bei Ladungsdiebstählen zu den Hotspots in Europa. Die Kosten für die Wirtschaft gehen in die Milliarden. Hinzu kommen Folgekosten, zum Beispiel durch Reputationsschäden. Vielen Unternehmen fehlen das Wissen und die Erfahrung, bei Schäden die genauen Ursachen zu erforschen, um daraus letztlich mit Maßnahmen gegensteuern zu können.

Selbst in Coronazeiten gingen noch immer viele, vor allem professionelle Diebe auf Beutezug. Zudem ist davon auszugehen, dass nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Diebe nach der Pandemie ihr Geschäft wieder voll aufnehmen. Vor allem organisierte Kriminelle werden dann versuchen, verlorene Einkünfte auszugleichen.

Die größte Bedrohung stellen aktuell – und wahrscheinlich auch in Zukunft – Cyberattacken dar. Als Einfallstor nutzen die Kriminellen auch die Lieferkette. So ist die Logistikbranche in den vergangenen Coronamonaten vermehrt ins Visier von Cyberkriminellen geraten. Die Gefahr ist nicht nur für Konzerne groß, es kann auch kleinere Unternehmen treffen. Logistiker arbeiten hochgradig vernetzt und sind auf IT-Systeme angewiesen. Ständig und überall fallen Daten an, mit denen jedoch – oft unbewusst – recht lax umgegangen wird. Es geht daher nicht nur um IT-, sondern um Informationssicherheit, und zwar auf allen Ebenen. Ob Fracht- oder Cyberkriminalität: Bei der Prävention ist ein richtiger Mix aus Sicherheitsdenken bei den Mitarbeitern und technischen Mitteln entscheidend.

Beim Digital Crime Prevention Day gibt es u.a. Antworten auf folgende Fragen:

- Wie groß ist die Cybergefahr für die Lieferketten-Beteiligten aktuell und in Zukunft einzuschätzen?
- Was sind die größten Gefahren? Welche Folgen haben Cyberangriffe?
- Wie gut sind die Firmen darauf vorbereitet und was müssen sie jetzt tun, um böse Überraschungen möglichst zu vermeiden?
- Wie haben sich die Fallzahlen beim Ladungsdiebstahl in Deutschland und Europa im Coronajahr entwickelt?
- Welche Erkenntnisse liefern die aktuellen Lagebilder?
- Welche Ermittlungserfolge gab es in der Vergangenheit?
- Wie ticken die Täter?
- Was heißt es, Sicherheit im Transport zu leben? Und was kostet ein Mehr an Sicherheit eigentlich?

 

In Kooperation mit:

DSLV Bundesverband Spedition und Logistik e.V.

Mit freundlicher Unterstützung von:

SCHUNCK GROUP
Schmitz Cargobull AG
CEIA GmbH