Treffen der Logistikweisen: Wer beim Frühjahrsgipfel dabei war

Die Experten um Prof. Christian Kille haben sich am 20. März in der Südpfalz getroffen. Zur Diskussion standen die Szenarien für 2026 und vor allem die Vorbereitung für den Herbstgipfel, wenn es dann darum geht, eine Prognose für 2027 zu entwickeln. Die Bilder des Gipfels.

Angesichts der angespannten wirtschaftlichen und geopolitischen Lage war die Stimmung nicht immer so gut wie auf dem Gruppenbild, auf dem 22 der 30 Mitglieder des Expertenkreises zu sehen sind. (Foto: Uschi Schmidt)

Die Logistikweisen um Prof. Christian Kille kamen vorigen Freitag zu ihrem Frühjahrsgipfel im rheinland-pfälzischen Annweiler am Trifels zusammen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand, die relevanten Themen mit Wirkung auf die weitere Logistikentwicklung zu identifizieren. Die Ergebnisse werden in den kommenden Wochen zusammengefasst und in der DVZ veröffentlicht. Sie bilden die Basis, um im Herbst die Prognose für das kommende Jahr nachvollziehbar und fundiert erstellen zu können.

Prof. Christian Kille, Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (Foto: Uschi Schmidt)
Arnold Schroven, Schroven Consulting (Foto: Uschi Schmidt)
Carola Appel, Carl Kühne (Foto: Uschi Schmidt)
Torsten Rudolph, Rudolph Logistik (l.), und Michael Müller, Lila Logistik (Foto: Uschi Schmidt)
Markus Meißner, AEB (Foto: Uschi Schmidt)
Marc Schmitt, Loxxess (Foto: Uschi Schmidt)

In den Vorjahren war der Frühjahrsgipfel häufig von großer Unsicherheit geprägt – etwa 2020 (Corona-Pandemie; nur digital), 2022 (russische Invasion in der Ukraine) oder 2025 (US-Zollpolitik). Dieses Mal war es nun vor allem der Nahost-Krieg, der eine aktualisierte Einschätzung der Entwicklung im laufenden Jahr extrem erschwerte. Fest steht derzeit nur: Der Trend geht gerade nicht Richtung des Best-Case-Szenarios.

Michael Wegener, Commerzbank (Foto: Uschi Schmidt)
Steffen Wagner, KPMG (Foto: Uschi Schmidt)
Lars Siebel, Rewe Markt (Foto: Uschi Schmidt)
Andreas Stöckli, Rhenus Alpina (l.), und Harry Seifert, Seifert Logistics (Foto: Uschi Schmidt)
Antje Lochmann, Geodis (Foto: Uschi Schmidt)

Angesichts der weiterhin volatilen Rahmenbedingungen hatte der Expertenkreis vergangenen Herbst für die Entwicklung im Jahr 2026 drei Szenarien entwickelt. Im Trendszenario, das auf den aktuellen Entwicklungen basiert, liegt die Prognose bei nominal plus 2,6 Prozent und real plus 0,5 Prozent. Bestenfalls läuft es auf 3,2 und 1,1 Prozent hinaus, schlimmstenfalls auf plus 2,1 und minus 0,4 Prozent.

In dem im Herbst 2025 skizzierten Worst-Case-Szenario für 2026 würden die geopolitischen Spannungen und kriegerische Auseinandersetzungen zunehmen und die Lieferketten an unterschiedlichen Stellen unterbrechen. Die Folgen: weitere Nachfragerückgänge in den Schlüsselindustrien, deutliche Kostensteigerungen sowie ein massiver Kapazitätsüberhang.

Die Szenarien lassen sich im Detail im kürzlich veröffentlichten Bericht der Logistikweisen nachvollziehen. Er steht auf der Homepage des Expertenkreises als PDF zum Download bereit. Der Bericht enthält zudem Vorschläge für Maßnahmenpakete zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Logistik in Deutschland.

Kerstin Höfle, Körber Supply Chain (Foto: Uschi Schmidt)
Berit Börke, Partner for Pioneers (Foto: Uschi Schmidt)
Gerritt Höppner-Tietz, Hagebau Logistik (Foto: Uschi Schmidt)
Ralf Busche, BASF (Foto: Uschi Schmidt)
Christian Jacobi, EBP-Consulting (Foto: Uschi Schmidt)
Wolfgang Lehmacher (l.) mit den Professoren Martin Schwemmer, Thorsten Schmidt, Alexander Nehm und Christian Kille (Foto: Uschi Schmidt)

Das Gremium hat aktuell 30 Mitglieder. Sie kommen immer zwei Mal im Jahr zusammen. Neu in den Expertenkreis aufgenommen wurde jetzt Kerstin Höfle, verantwortlich für Forschung & Entwicklung sowie Produktmanagement beim Lagerautomatisierer und Logistiksoftware-Anbieter Körber Supply Chain. Die DVZ begleitet die Gipfeltreffen exklusiv. (cs)

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