Deutsche Verkehrs-Zeitung

Personalkosten steigen sprunghaft

Die Fahrerknappheit treibt die Personalkosten im Stückgutverkehr hoch. (Foto: Getty Images)
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Steigende Personalaufwendungen treiben die Kosten für Stückguttransporte beträchtlich in die Höhe. So ist die Produktion einer Sendung im ersten Halbjahr 2018 um durchschnittlich 6,6 Prozent teurer gewesen als im ersten Halbjahr 2017. Dies ist das Ergebnis des aktuellen „Kostenindex Sammelgutspedition“ des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV), der am heutigen Freitag vorgelegt wurde.

Vor allem der Fahrermangel sowohl im Fern- als auch im regionalen Verteilerverkehr, aber auch der allgemeine Fachkräftemangel wirken sich spürbar auf die Kosten aus: So sind die Personalkosten innerhalb eines Jahres um 10,3 Prozent gestiegen. Angesichts ihres Kostenanteils von inzwischen 50,4 Prozent an den Gesamtkosten trugen sie mit 5,2 Prozent zum Anstieg bei.

Deutlich verhaltener hat sich die zweite große Kostenposition entwickelt: Für Sachaufwendungen (Anteil: 35,6 Prozent) mussten die Unternehmen durchschnittlich 2,9 Prozent mehr ausgeben. Um 2,5 Prozent gestiegen sind die Treibstoffkosten (Anteil: 10,9 Prozent), für Mautzahlungen (Anteil: 3,1 Prozent) mussten 2,1 Prozent mehr aufgewendet werden. Dies wird darauf zurückgeführt, dass im Nahverkehr effizientere 12- und 18-t-LKW zunehmend die mautbefreiten 7,5-Tonner ablösen. Der mit diesen kleineren Fahrzeugen zugestellte Sendungsanteil liegt inzwischen unter 10 Prozent.

Einen deutlichen Anstieg der Mautkosten erwarten die Spediteure für die kommenden beiden Berichtshalbjahre: zum einen durch die zum 1. Juli bereits vorgenommene Ausweitung auf alle Bundesstraßen, zum anderen aufgrund der geplanten Anhebung der Mautsätze zum 1. Januar 2019.

Der Kostenindex Sammelgutspedition basiert auf den Zahlen von rund 90 Depots verschiedene führender deutschen Stückgutnetze. Er wird erstellt durch das Steinbeißer Beratungszentrum Forwarding and Logistics Center (Forlogic).

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