Deutsche Verkehrs-Zeitung

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Corona-Strategie der Reedereien: Die Kritik richtet sich an die falschen Adressaten

Es ist verständlich, dass die Linienreeder an ihrer Strategie der Kapazitätsverknappung festhalten, meint DVZ-Redakteur Oliver Link.

OECD kritisiert Reedereien

Die Strategie der Kapazitätsverknappung führt immer mehr zu Unmut. Die großen Containerreedereien, so sagt Olaf Merk, Projektmanager und Experte für Schifffahrt und Häfen des International Transport Forum (ITF), nutzten ihre Marktmacht aus und erzielten hohe Frachtraten, ohne den Kunden im Gegenzug eine bessere Leistung zu bieten.

Wie groß ist zu groß?

In der Containerschifffahrt
 sinken die Kapazitätsvorteile.


Spediteure und Terminalbetreiber kritisieren Wettbewerbsverzerrung durch Tonnagebesteuerung

Linienreedereien profitieren nicht nur von Steuervorteilen für die Einnahmen aus dem reinen Seetransport, sondern etwa auch für die Erlöse aus der Frachtabwicklung in Terminals, monieren die EU-Verbände Clecat und Feport. Das gehe zulasten ihrer Mitglieder.

Zahlen und Fakten

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Boxenumschlag fällt auf Drei-Jahres-Tief

Experten gehen davon aus, dass das Containeraufkommen gerade in den europäischen Häfen im zweiten Quartal noch niedriger ausfällt als im schon schwachen ersten Quartal. Die Folgen von Corona werden also erst dann wirklich spürbar.

Fernostraten ziehen wieder an

Marktteilnehmer führen den festeren Trend vor allem auf die drastischen Kapazitätseinschnitte der Linien zurück, die aber über das Ziel hinausschossen.