Deutsche Verkehrs-Zeitung

Container

Boxenumschlag fällt auf Drei-Jahres-Tief

Experten gehen davon aus, dass das Containeraufkommen gerade in den europäischen Häfen im zweiten Quartal noch niedriger ausfällt als im schon schwachen ersten Quartal. Die Folgen von Corona werden also erst dann wirklich spürbar.

Containerumschlag in Europa deutlich abgesackt

Erstmals haben die Institute RWI und ISL eine Sonderauswertung des Containerumschlags unter Ausschluss der chinesischen Häfen vorgenommen. Der so ermittelte Index sank im März saisonbereinigt um 3 Punkte gegenüber Februar und lag um 6,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

DP World in Sorge um das zweite Quartal

Die Auswirkungen von Covid-19 und des daraus entstandenen Shutdown sind noch überschaubar. Im weiteren Jahresverlauf rechnet der globale Hafendienstleister in Folge unterbrochener Lieferketten mit Einbrüchen beim Umschlag.

#OMMA: Nils Thiermann hätte gerne den Container erfunden

„Der Container hat uns gezeigt, was man aus Stückgutfrachtern machen kann und wie man gewisse Prozesse beschleunigt, vereinfacht und global darstellen kann.“ Bei One Mind Many Answers - oder kurz #OMMA - spricht Nils Thiermann, Manager Corporate Development bei Timocom, über flache Hierarchien, wie die Digitalisierung Jobs und Arbeitsprozesse verändert und die Erfindung des Containers.

Zahlen und Fakten

Weitere Meldungen aus Container

Spediteure kritisieren Versäumnisgebühren der Reedereien im Containertransport

Spediteure würden für die verspätete Abholung oder Rückgabe von Containern bestraft, auch wenn sie wegen der Coronakrise oft nichts für die Verzögerung könnten, moniert der EU-Speditionsverband Clecat. Er wirft den Reedereien vor, ihre Marktmacht auszunutzen, und fordert sie zu mehr Kulanz auf.

The Alliance nimmt massiv Kapazität aus dem Markt

Mit 16 von insgesamt 32 gecancelten Fahrten im Monat April ist die Transpazifik-Route am stärksten von den Streichungen betroffen. Alle anderen Containerschifffahrts-Konsortien zusammengerechnet haben kürzlich mit 15 gestrichenen Fahrten noch vergleichsweise zurückhaltend agiert. Die Maßnahmen der Reedereien legen nahe, dass der durch die Coronakrise ausgelöste Nachfrageeinbruch nun auch die Schifffahrt erreicht.

Ladungseinbruch rückt näher

Unklarheit herrscht darüber, wie stark der Rückgang der weltweiten Containerbuchungen aufgrund der Coronakrise sein wird. Die Prognosen der Experten reichen von minus 5 Prozent bis minus 10 Prozent.

Fernost-Ladung verschafft Carriern Zeit

Nicht nur im Gesundheitswesen wird angesichts der Corona-Virusverbreitung auf eine Verzögerung gesetzt. Die wirtschaftlichen Einbrüche in den westlichen Industriestaaten treffen die Linienschifffahrt auch erst mit Verzögerung. Derzeit sorgt die zwischenzeitliche Erholung der Exportverladungen in Fernost noch für Stabilität in zahlreichen Diensten.