Deutsche Verkehrs-Zeitung

Automobillogistik

Autologistiker bauen auf Entgegenkommen der Kfz-Hersteller

Fünf Wünsche an die Autobranche hat der EU-Verband der Fertigfahrzeuglogistiker (ECG) formuliert. Ihre Erfüllung soll helfen, die durch Produktionsstopps ausgelöste wirtschaftliche Krise zu meistern. Es gibt aber noch mehr Herausforderungen, wie bei der ECG-Jahrestagung am Freitag deutlich wurde.

Weltgrößter Chipfertiger TSMC rechnet auch 2022 mit Engpass

Das dürfte eine schlechte Nachricht für die Neuwagen-Transporteure sein, die sich heute in Brüssel treffen. Denn damit könnte sich auch die Knappheit in der Autobranche noch lange hinziehen. Einer Analyse zufolge konnten wegen des Chipmangels dieses Jahr bereits 7,4 Millionen Einheiten nicht produziert werden.

Chipkrise: Opel stoppt Produktion in Eisenach monatelang

Die Lieferengpässe bei Elektronikbauteilen sorgen für Probleme in der Autoindustrie. Opel geht jetzt einen drastischen Schritt – und hält die Bänder in seinem Thüringer Werk mindestens bis Jahresende an. Die IG Metall ist empört.

BMW bekommt neuen Einkaufsvorstand

Joachim Post übernimmt zum Jahreswechsel das Ressort Einkauf und Lieferantennetzwerk von Andreas Wendt, der in den Ruhestand geht. Post leitet derzeit die Produktlinie Mittelklasse-BMW. Der 50-Jährige promovierte Maschinenbauingenieur ist seit 2002 im Konzern.

Autoindustrie: Fast alle Firmen melden Materialmangel

Die Beschaffungskrise in der deutschen Industrie hat sich einer Umfrage zufolge im September erneut verschärft. Bei den Autobauern und ihren Zulieferern ist die Lage besonders ernst. In der Branche berichteten 97 Prozent der Unternehmen von Problemen.

BLG-Gruppe erweitert Terminal in Dodendorf für Hyundai

Die BLG-Gruppe hat ihren Automobillogistikstandort Dodendorf in der Magdeburger Börde um 95.000 Quadratmetern auf insgesamt 230.000 Quadratmeter erweitert. Das neue Areal wird exklusiv von Hyundai Motor Deutschland für das Gebrauchtwagengeschäft genutzt.

Chipmangel: Jetzt kommt es auf die Partnerpflege an

In der Autobranche sind Elektronikteile weiter knapp. Unter der Unsicherheit leiden vor allem kleinere Zulieferer und Logistikdienstleister. Um sie sollten sich die Hersteller nun kümmern – sonst droht noch mehr Stress, meint DVZ-Redakteur Claudius Semmann.

Zahlen und Fakten

Weitere Meldungen aus Automobillogistik

„Wir profitieren vom boomenden Gebrauchtwagenmarkt“

Robert Horvath, Vorstand beim österreichischen Fertigfahrzeuglogistiker Hödlmayr, über die angespannte Lage bei den Car Carriern und wie sich Risikosplitting jetzt bewährt. Zudem hofft er auf eine Entspannung der Lage im ersten Quartal 2022.

ECG: Chipkrise belastet die Fahrzeuglogistiker

Der anhaltende Mikrochip-Mangel bedrohe die Existenz der Logistikfirmen, die Neuwagen transportieren, warnt der Branchenverband ECG. Eine Kapazitätsplanung sei derzeit nahezu unmöglich. Der Verband fordert daher Unterstützung von der Autoindustrie.

Fast 70 Prozent der Hersteller melden Materialmangel

Die Beschaffungskrise in der Industrie hat sich einer Umfrage zufolge im August weiter verschärft. Das Ifo Institut sieht in den Engpässen „eine reale Gefahr für den Aufschwung“. Wegen stark gestiegener Kosten im Einkauf wollen zudem immer mehr Hersteller die Preise erhöhen.

Chipmangel: Steigende Risiken für Zulieferer

Die Erholung der Autoindustrie nach der Corona-Krise wird vom Mangel an Elektronik-Chips weiterhin ausgebremst. Branchenexperten der Unternehmensberatung PwC sehen wachsende Risiken für Zulieferer und auch Autobauer Daimler rechnet erst 2023 mit einer deutlichen Entspannung der Situation.