DHL verlagert Fracht für die Formel 1 erstmals auf die Schiene

Im Rahmen der Formel-1-Saison 2026 hat die DHL Group erstmals einen Schienentransport in die Logistik der Rennserie integriert. In einem Pilotprojekt transportierte der Konzern rund 50 Container mit Rennausrüstung, darunter 46 40-Fuß-High-Cube-Container und vier 20-Fuß-Container, über knapp 2.000 Kilometer von Miami (Florida) nach Montreal (Kanada). Damit wurden rund 68 Prozent der auf dieser Strecke üblicherweise per Lkw transportierten Formel-1-Fracht auf die Schiene verlagert.
Alle Container waren während des Transports mit Tracking-Geräten und Erschütterungssensoren ausgestattet, um das Handling, die Transitzeiten und die Unversehrtheit der Ladung zu überwachen. Die gewonnenen Betriebsdaten sollen nun genutzt werden, um die operativen Kriterien und die Nachhaltigkeitsleistung des Projekts zu bewerten. Auf dieser Grundlage prüfen DHL und die Formel 1 weitere Möglichkeiten zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Rennserienbetrieb.
Das Schienenpilotprojekt ist Teil einer umfassenderen Dekarbonisierungsstrategie, die DHL seit mehr als 20 Jahren im Rahmen seiner Partnerschaft mit der Formel 1 verfolgt. Dazu zählen die Verwendung von Sustainable Aviation Fuel (SAF) für ausgewählte Luftfrachttransporte, der Einsatz von mehr als 50 mit Biokraftstoffen betriebenen Lkw im europäischen Straßentransport und eine optimierte Routenplanung zur Verkürzung von Transportdistanzen.
Abhängig von Rennkalenderstruktur, operativer Umsetzbarkeit und den Ergebnissen des laufenden Tests prüfen DHL und die Formel 1, den Schienentransport in Nordamerika ab der Saison 2027 auszuweiten. Das Pilotprojekt unterstützt sowohl das Netto-Null-Ziel der Formel 1 bis 2030 als auch das entsprechende Ziel der DHL Group bis 2050. (fw)


