Die Unternehmensfamilie geht über Verwandtschaft hinaus
Die Zahlen sind eindeutig – und sie sind ein Warnsignal. Immer mehr Mittelständler wollen ihr Unternehmen wegen fehlender Nachfolge schließen. Gewollte Kinderlosigkeit, andere Lebensentwürfe und die bewusste Abkehr vom unternehmerischen Risiko haben familieninterne Übernahmen deutlich reduziert.
Um dem entgegenzuwirken, sollten Inhaber rechtzeitig alternative Nachfolgemodelle wie Mitarbeiterbeteiligungen oder Employee-Buy-outs in Betracht ziehen. Der entscheidende Vorteil: Die Belegschaft kennt Prozesse, Kunden und Märkte und kann Unternehmenskultur und Arbeitsplätze langfristig sichern.
In vielen Logistikbetrieben steckt ein großer Teil des Unternehmenswerts im Kopf des Inhabers – in Kundenbeziehungen, operativer Erfahrung und Netzwerken. Dieses implizite Know-how wird oft nicht dokumentiert oder weitergegeben, was die Übernahme für Nachfolger zu einem Risko macht.
Die genannten Lösungen erfordern jedoch Zeit für einen sauberen Übergang. Wer erst kurz vor dem Rückzug handelt, hat keine echte Wahl mehr, solange eine Unternehmensnachfolge ein bürokratischer Kraftakt ist.



