Deutsche Verkehrs-Zeitung

Daten und Analysen zur Konjunktur

Logistik-Indikator: Mit der Stimmung geht es bergab

In der deutschen Logistikwirtschaft stehen die Zeichen nun ganz klar auf Abschwung. Das Geschäftsklima sackt im laufenden Quartal weiter ab. Bei den Logistikdienstleistern trübten sich die Perspektiven deutlich ein. Und auch die Zufriedenheit mit der aktuellen Lage nahm merklich ab.

Straßengüterverkehr: Größter Preissprung seit 2006

Höhere Kraftstoffkosten sowie der Fahrermangel haben die Beförderung von Gütern per Lkw in Deutschland so stark verteuert wie nie seit Erhebungsbeginn. Die Preise erhöhten sich im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um satte 14 Prozent. Noch stärker stiegen sie aber in der Seeschifffahrt.

Lkw-Fahrleistung steigt leicht

Nach aktuellen Daten waren im August mehr Lkw auf Autobahnen unterwegs als im Vormonat und im Vorjahresmonat. Den stärksten Zuwachs gegenüber Juli gab es in Nordrhein-Westfalen. Bei den grenzüberschreitenden Fahrten haben die aus und nach Tschechien am deutlichsten zugenommen.

Einkäuferumfrage: Deutsche Produktion schrumpft

In der deutschen Industrie stehen die Zeichen derzeit auf Abschwung. Lieferunterbrechungen und eine sinkende Nachfrage haben im April voraussichtlich für einen Rückgang der Produktion gesorgt. Darauf weisen die Umfragen für den Einkaufsmanagerindex hin.

Exporte nach Russland sinken um mehr als die Hälfte

Die deutschen Ausfuhren nach Russland sind im ersten Monat nach Beginn des Ukraine-Krieges um 57,5 Prozent im Vorjahresvergleich eingebrochen. Wichtigster Handelspartner für die deutschen Exporteure waren im März die USA. Im Vergleich zum Vormonat sind die Ausfuhren in Nicht-EU-Staaten deutlich gesunken.

Welthandel stabilisiert sich vorerst

Nach einem schwachen ersten Quartal deuten Daten für April wieder auf eine positivere Entwicklung hin. Doch diese könnte nur von kurzer Dauer sein. Der Gütertransport über die größten Häfen Russlands verstetigt sich derweil – auf etwa der Hälfte des Vorjahres.

Immer mehr Schiffe stauen sich vor Shanghai und Ningbo

Als Folge von Lockdowns ist vor wichtigen chinesischen Häfen viel Frachtkapazität durch wartende Schiffe gebunden. Damit stecken aktuell weiterhin zahlreiche auf See transportierte Güter fest. Deutlich entspannt hat sich dagegen die Lage vor den südkalifornischen Häfen, wie die Auswertung von Schiffsbewegungen zeigt.

Der Seefracht-Boom ist erst einmal vorbei

Die beiden Verkehrsträger See- und Luftfracht entwickeln sich aktuell sehr unterschiedlich. Während die Seefracht nach langen Monaten der Hausse in eine deutlich verhaltenere Phase übergeht, zeigt sich die Luftfracht unverändert stark und dürfte sogar von den Überlastungen der angespannten maritimen Lieferkette profitieren.

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