Deutsche Verkehrs-Zeitung

See

The Alliance dünnt erneut massiv die Fahrpläne aus

Das Schifffahrts-Konsortium streicht für die Monate Mai und Juni 35 Fahrten und legt mehrere wöchentlich operierende Dienste zusammen. Erst eine Woche zuvor hat der Reederei-Verbund zahlreiche Fahrten gestrichen. Analysten prognostizieren in der „schlimmsten Krise, die die Containerschifffahrt je erlebt hat“ eine Kapazitätsreduzierung, die doppelt so groß ausfallen werde wie zu Zeiten der Finanzkrise 2009.

EU-Staaten sollen Häfen zum Austausch von Schiffsbesatzungen benennen

In Leitlinien für die Mitgliedstaaten beschreibt die EU-Kommission, welche Einrichtungen und Verfahren sie für nötig hält, damit Seeleute bei Dienstende sicher von Bord gehen und nach Hause reisen können. Einheitliche Standards sollen dazu beitragen, einen reibungslosen Seeverkehr auch in der Coronavirus-Krise aufrecht zu erhalten.

Reedereien vor großen Umsatzrückgängen

Laut Berechnungen von Analysten dürften die zu erwartenden Geschäftsausfälle die Carrier mindestens 6 Mrd. USD kosten und somit ihre gesamten kumulierten Betriebsgewinne des Vorjahres in Höhe von 5,9 Mrd. USD übertreffen. Im schlimmsten Fall drohen sogar Ausfälle von mehr als 20 Mrd. USD.

Stena Line wird die Königslinie schließen

Die Coronakrise und die angespannte wirtschaftliche Situation der Ostsee-Fährroute zwingen den schwedischen Stena-Konzern zum Handeln. Seit dem 14. März ruht der Verkehr bereits.

Spediteure kritisieren Versäumnisgebühren der Reedereien im Containertransport

Spediteure würden für die verspätete Abholung oder Rückgabe von Containern bestraft, auch wenn sie wegen der Coronakrise oft nichts für die Verzögerung könnten, moniert der EU-Speditionsverband Clecat. Er wirft den Reedereien vor, ihre Marktmacht auszunutzen, und fordert sie zu mehr Kulanz auf.

Shortsea-Schifffahrt im Sog der Krise

Nach einem bislang recht stabilen Verlauf bekommt nun auch der Kurzstreckenseeverkehr in Europa die Auswirkungen der Pandemie schärfer zu spüren. Der Ladungszustrom am Spotmarkt hat Schiffsmaklern zufolge erheblich nachgelassen – vor allem im Mittelmeerraum. Besonders Stahl, Baustoffe und Schrott würden inzwischen in deutlich geringeren Mengen verschifft, heißt es.

Leman eröffnet Niederlassung in Grönland

Die Insel zwischen Nordatlantik und Polarmeer wird regelmäßig per Luft- und Seefracht mit anderen Märkten verbunden. Jetzt rückt der Logistiker noch näher an die Kunden und deren Geschäft heran.

Interaktive Karte: Top-100-Häfen der Welt

Zahlen und Fakten

Weitere Meldungen aus See

HHLA erwartet für 2020 einen Ergebniseinbruch

Eine exakte Prognose zu den Auswirkungen der Coronakrise ist derzeit nicht möglich. Doch der Konzern sieht sich auch dank des guten Jahresergebnisses für 2019 in einer stabilen Lage.

Was in der Krise getan werden muss

Verbände der Transportwirtschaft haben viele Forderungen formuliert, wie die Branche in der Coronavirus-Krise unterstützt werden sollte. Die DVZ hat sie gesichtet und geordnet.

Volle Kraft fürs Klima

Europas größter Seehafen in Rotterdam macht Tempo in Sachen Nachhaltigkeit. Beim Umweltschutz helfen auch neue digitale Werkzeuge. Sie sollen zugleich eine autonome Schifffahrt voranbringen.

Stockholm senkt Hafengebühren

Damit der Fährverkehr als Ausweichroute für geschlossene Grenzen weiter funktioniert, werden in allen drei Häfen, die von der Hafengesellschaft Stockholm betrieben werden, die Gebühren halbiert.