Deutsche Verkehrs-Zeitung

See

Privilegien für Reederallianzen auf dem Prüfstand

Die Ausnahmen vom EU-Wettbewerbsrecht, die Container-Linienreedereien in Anspruch nehmen können, sorgen in der Seeverkehrsbranche seit langem für Diskussionen. Nun beginnt die EU-Kommission mit der Überarbeitung der noch bis zum 25. April 2024 geltenden Gruppenfreistellungsverordnung.

Lieferketten: Die Zerreißprobe geht weiter

Wann erholen sich die globalen Supply Chains? Zwar gibt es Anzeichen einer Verbesserung, zugleich aber auch neue Risiken. So dürfte die Lage vorerst angespannt bleiben.

Achttägiger Streik im Containerhafen Felixstowe

Etwa 1.900 Beschäftigte, die der führenden britischen Gewerkschaft Unite angehören, werden ab 21. August in den Streik treten. Die Gespräche bei der Schlichtungsstelle Acas führten zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis.

Maersk zieht es in die Projektsparte

Die dänische Reederei Maersk eilt dank enorm gestiegener Preise für Containertransporte von Gewinn zu Gewinn. Zugleich baut der Schifffahrtsriese auch sein Portfolio rund um die Speziallogistik weiter aus.

Verdi und Hafenbetriebe setzen Tarifgespräche fort

Acht Verhandlungsrunden haben Seehafenbetriebe und Verdi bislang vergeblich um einen neuen Tarifvertrag gerungen. Das Ergebnis: Heftige Warnstreiks wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Bis zu einer Einigung wird es voraussichtlich noch dauern.

Hafen Rostock: Schwesig betont Bedeutung für Energieversorgung

Die maritime Wirtschaft ist zu einem zentralen Thema für den Nordosten Deutschlands geworden. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) verwies auf Hafenprojekte vor Ort sowie das Flüssigerdgas in Lubmin.

Druck auf Frachtraten wächst

Auf Rückenwind durch steigende Ladungsmengen können die Reeder derzeit kaum hoffen. Nach einem Rückgang der weltweiten Containerverladungen um fast 2 Prozent im zweiten Quartal signalisieren jüngste Wirtschaftsindikatoren eher noch weitere Einbußen im Handel.

Weitere Meldungen aus See

Grüne und SPD halten geltendes Recht für ausreichend

Die Grünen haben Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wegen seines Vorstoßes für eine Grundgesetzänderung zur Piratenbekämpfung mangelnde Seriosität vorgeworfen. Die Bundesregierung rechnet nicht mehr mit einer Grundgesetzänderung, um der Bundeswehr mehr Kompetenzen bei der Bekämpfung der Piraterie zu geben.

Schäuble verlangt Grundgesetzänderung

Zur schnellen Befreiung von Schiffen aus Piratenhand will Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Befugnisse der Bundeswehr erweitern und das Grundgesetz entsprechend ändern. Hintergrund ist eine kürzlich gescheiterte Befreiungsaktion für einen deutschen Frachter.

Justizwirrwarr um Seeräuber

Die Festnahme von sieben somalischen Piraten durch die Besatzung eines spanischen Kriegsschiffes hat in Spanien einen Justizwirrwarr ausgelöst. Die spanische Justiz versucht, den Fall an die keniaschen Behörden abzugeben.

Piraten greifen US-Marine an

Seeräuber haben vor der Ostküste Somalias versucht, ein Schiff der US-Marine zu kapern. Die Piraten wollten offenbar Munition erbeuten.