Deutsche Verkehrs-Zeitung

Großbritannien

London droht EuGH-Klage wegen Streit über Nordirland-Protokoll

Nachdem die britische Regierung am Montag einen Gesetzentwurf vorgelegt hat, durch den Teile des zum Brexit-Vertrags gehörenden Nordirland-Protokolls verändert würden, reagiert die EU-Kommission mit rechtlichen Schritten. Der Streit über Warenkontrollen in der britischen Provinz eskaliert damit weiter.

Britischer Gesetzentwurf stellt Nordirland-Protokoll in Frage

Tritt das Gesetz in Kraft, würde es nach Ansicht der EU-Kommission den Brexit-Vertrag brechen. Der Streit über Warenkontrollen in Nordirland eskaliert damit weiter. Die Kommission denkt über rechtliche Schritte nach.

Fahrermangel: UK-Parlamentsausschuss kritisiert Logistikbranche

Ein Verkehrs-Sonderausschuss findet, die Transportunternehmen tun zu wenig, um mehr Lkw-Fahrer anzuwerben und auszubilden und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Parlamentarier bringen eine Lieferkettenabgabe ins Gespräch, um Verbesserungen zu finanzieren. Branchenverbände finden die Kritik unfair.

London will Nordirland-Protokoll teilweise außer Kraft setzen

Die britische Regierung kündigt ein Gesetz an, um durch den Brexit entstandene Handelshemmnisse zwischen England, Schottland, Wales und Nordirland abzubauen. Die EU-Kommission warnt London davor, damit die Grundlage für das Handelsabkommen zwischen Großbritannien und EU infrage zu stellen.

London droht erneut mit Änderung von Nordirland-Protokoll

Die britische Regierung steht unter dem Druck der nordirischen Unionistenpartei DUP, die nach ihrer Niederlage bei den Regionalwahlen um ihren Einfluss kämpft. Weitere Handelsstreitigkeiten mit der EU drohen.

Logistics UK alarmiert über Lkw-Staus in Südengland

Im Hafen Dover stockt die Abfertigung von Lkw, die in die EU wollen. Die Folge sind lange Staus in der südenglischen Grafschaft Kent. Der britische Transportverband Logistics UK mahnt, die dort feststeckenden Lkw-Fahrer müssten dringend besser versorgt werden.

Weshalb Großbritanniens neue Kabotageregeln nicht fruchten

Marktteilnehmer kritisieren die staatlichen Maßnahmen zur Erleichterung der angespannten Situation nach dem Brexit als „sinnlos“ und „moderne Sklaverei“.

Zahlen und Fakten

Weitere Meldungen aus Großbritannien

Umfrage: UK-Exporte in die EU brechen im Januar um 68 Prozent ein

Das geht aus einer Befragung des Logistikverbandes Road Haulage Association hervor – und die Handelsprobleme könnten sich im Sommer noch verstärken. Die britische Regierung wies die Zahlen allerdings zurück.

Brexit-Folge: Jeder zweite Lkw verlässt Großbritannien ohne Ware

Die Exportnachfrage in Großbritannien ist eingebrochen, wie der Chef des Spediteursverbandes RHA der Zeitung „The Times“ berichtet. Ausländische Unternehmen kämen zudem deutlich seltener nach Großbritannien, da sie Angst hätten, mit den falschen Zollpapieren an der Grenze festzusitzen.

Viele Wege führen auf die Inseln

Egal ob EU-Transportunternehmen Güter in den Süden oder den Norden des Vereinigten Königreiches befördern, oder ob sie die britische „Landbrücke“ nutzen, um nach Irland zu fahren: nach dem Ausscheiden der Briten aus EU-Binnenmarkt und Zollunion dürften viele Routen auf den Prüfstand kommen. Denn Grenzkontrollen und neue Regeln werden vieles komplizierter machen.

Pakete aus Großbritannien in EU brauchen Zollanmeldung

Ab 2021 müssen Briten ihrer Sendung ein Zollanmeldeformular beilegen. Der englischen Post zufolge sind 45 Prozent aller internationalen Paketsendungen aus Großbritannien für die EU bestimmt.