Deutsche Verkehrs-Zeitung
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Mit Biokraftstoff HVO auf dem grünen Weg

Europas größte Güterbahn erbringt schon heute rund 95 Prozent ihrer Traktionsleistung elektrisch. Die restliche Zugleistung wird beim Rangieren, in Terminals und Häfen oder bei der Anlieferung von Güterwagen auf das Werksgelände der DB Cargo-Kunden erbracht. Für diesen Rangierdienst mit bis zu 3.000 Tonnen schweren Güterzügen gibt es nun eine nahezu vollständig CO2-freie Lösung. Bis 2040 will die Deutsche Bahn klimaneutral sein und DB Cargo ist dabei ein wichtiger Baustein. „Züge sind eine der umweltfreundlichsten Arten, Güter zu transportieren. Jeder Güterzug spart jetzt schon 80 bis 100 Prozent CO2 gegenüber einem Straßentransport“, so Patrick Bertman, Leiter Product & Pricing Strategies bei DB Cargo. „Das reicht aber für unsere Zielmarke bis 2040 nicht aus, weshalb wir gerade konkrete Lösungen für unsere Diesellokflotte erarbeiten.“

Moderne Biokraftstoffe als Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie

Denn die Loks von DB Cargo haben in der Regel eine Einsatzdauer von 40 Jahren. Das bedeutet, aktuell beschaffte Fahrzeuge werden 2040 das Ende ihres Lebenszyklus noch nicht erreicht haben. Zudem kann derzeit technologisch noch nicht auf Dieselmotoren verzichtet werden, da alternative Antriebstechnologien wie Brennstoffzellen für die Leistungsbereiche im Schienengüterverkehr noch nicht verfügbar sind. „Um unsere Umweltziele zu erreichen, müssen wir deshalb das Bestandssystem optimieren. Heißt, wir müssen den Einsatz fossiler Kraftstoffe radikal reduzieren und bis 2040 auf null bringen. Unser Fokus liegt deshalb gerade auf der Erprobung von alternativen Kraftstoffen“, sagt Jörg Schneider, Leiter Energy Management Project.

Biokraftstoff aus Pflanzen- und Abfallresten

Einer dieser Biokraftstoffe ist Hydrotreated Vegetable Oil, kurz HVO, das unter anderem aus biologischen Pflanzen- und Abfallresten produziert wird. Nachhaltig dabei: Für die Herstellung werden keine zusätzlichen Anbauflächen genutzt, die in Konkurrenz mit Nahrungs- und Futtermittelprodukten stehen. Zudem ist der Biokraftstoff frei von Palmöl, und bei der Verbrennung im Motor wird ausschließlich die CO2-Menge freigesetzt, die der Atmosphäre zuvor beim Wachstum der Pflanzen entzogen wurde. So entsteht ein fossilfreier, hochwertiger Biokraftstoff, dessen chemische Struktur der von Dieselkraftstoff sehr nahekommt und den fossilen Brennstoff deshalb künftig ersetzen soll. „Im Vergleich zu Standard-Dieselkraftstoff kann eine CO2-Reduzierung um rund 90 Prozent realisiert werden“, erklärt Jörg Schneider: „Daher stellt HVO für uns eine Brückentechnologie dar.“ Diesel- und Rangierloks von DB Cargo sind so künftig in der Lage, auch die letzte Meile CO2-neutral zu bedienen. Hinzu kommt: Mit dem HVO-Treibstoff können Dieselloks ohne Leistungsverlust betrieben werden, wie umfangreiche Testreihen gezeigt haben. Für die Kunden von DB Cargo sind damit durchgehend klimaneutrale Lieferketten möglich.

„Nachhaltigkeit ist die neue Währung in der Logistik“

Auch Dr. Sigrid Nikutta, DB-Vorstand für Güterverkehr und Chefin der DB Cargo AG, ist überzeugt: „Wir haben die Quadratur des Kreises geschafft – wir können mit alternativen Kraftstoffen und der bestehenden Lokflotte problemlos Güterzüge vollständig CO2-neutral für unsere Kunden fahren. Zugleich investieren wir in neue Technologien und werden die Dieselloks auf Hybrid-Technologie umrüsten. Unseren Kunden können wir also maßgeschneiderte klimafreundliche Lieferketten anbieten – und am Ende die Wertschöpfung ‚Made in Germany‘ klimaneutral organisieren. Viele Kunden haben uns bereits signalisiert, dass sie genau darauf warten: Nachhaltigkeit – das ist die neue Währung in der Logistik, und wir schaffen sie buchstäblich bis auf den letzten Meter der Lieferkette!“

 

Wie HVO hergestellt, getestet und zukünftig genutzt wird, lesen Sie in den Logistik-News von DB Cargo.