Deutsche Verkehrs-Zeitung

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Intermodaler Terminal Bettemburg-Düdelingen (Foto: CFL multimodal)

Pilotprojekt „Digitale Wagenkontrolle“: CFL multimodal setzt auf künstliche Intelligenz bei der Sicherheitskontrolle

Automatisierung und künstliche Intelligenz spielen im Schienengüterverkehr eine immer größere Rolle. Auf dem intermodalen Terminal in Bettemburg-Düdelingen unterstützt seit 2022 eine Bildaufnahmevorrichtung mit künstlicher Intelligenz die technische Inspektion.

Das luxemburgische Logistikunternehmen CFL multimodal schafft, zusammen mit seiner Schwestergesellschaft CFL cargo, mit dem Pilotprojekt „digitale Wagenkontrolle“ auf dem intermodalen Terminal in Bettemburg-Düdelingen einen weiteren Baustein für die Schnittstelle zwischen intelligenter Software und Terminal-Infrastruktur. Das innovative Pilotprojekt soll in Zukunft die technische Inspektion, die durch den Wagenmeister durchgeführt wird, stärker unterstützen. Marc Valette, Direktor für Innovation und kontinuierliche Verbesserung CFL multimodal, erklärt: „Seit 2022 testen wir die mit Nestor Technologies entwickelte Software auf unserem Terminal für die automatisierte Inspektion der Wagenstrukturen. Pro Tag durchlaufen im Schnitt 12 Züge unseren Terminal und müssen auf ihre Betriebssicherheit und Verkehrstauglichkeit geprüft werden. Ziel ist es, mit der digitalen Wagenkontrolle die Effizienz der technischen Inspektion zu steigern und eine detailgenaue Dokumentation aller Schritte auf einer digitalen Plattform zu ermöglichen. Wir sind überzeugt, dass unsere Kunden davon in Zukunft direkt profitieren werden, da die Umschlagszeiten im Terminal verkürzt werden können.“

Reduzierung der Verweildauer auf dem Terminal durch Wagenkontrolle schon während der Entladung

Die Nestor-Komponenten vor dem Train-Gate auf dem intermodalen Terminal Bettemburg-Düdelingen. (Foto: CFL multimodal)

Für das Pilotprojekt wurde die Nestor-Software mit einem speziellen Kamerasystem des Terminals vernetzt (OCR-Kameras und LiDAR), das bei der Erkennung von Anomalien oder Schäden zum Einsatz kommt. Die verschiedenen Kameras erkennen die Ankunft eines Zuges, filmen seine Durchfahrt aus verschiedenen Blickwinkeln und unterstützen den Wagenmeister beim Aufspüren von Mängeln an Wagen. Dabei werden KI-Algorithmen darauf trainiert, Teile von Wagen und spezifische Komponenten zu erkennen, um sie mit laufend aktualisierten Referenzbildern zu vergleichen.

Während der Be- und Entladung des Zuges kann der Wagenmeister anschließend anhand der gespeicherten visuellen Daten, einen Teil der Wagenkontrolle auf einer digitalen Plattform durchführen. Das System wird im Sommer 2022 im Testbetrieb geprüft. Es soll die Digitalisierung der Prozesse weiter vorantreiben und dabei helfen, mögliche Schäden auf einer interaktiven Plattform zu dokumentieren.

KI soll die Eisenbahnsicherheit unterstützen

Das intermodale Terminal Bettemburg-Düdelingen setzt als bisher einziges Terminal in Europa diese Technologie ein. Welche Vorteile sie bringt, fasst Marc Valette zusammen: „Dank der digitalen Bildanalyse kann der Wagenmeister parallel zur technischen Inspektion des Zuges vor Ort jetzt auch per remote die unteren Wagenstrukturen kontrollieren. Wir wollen diese Technologie auf unserem Terminal weiter ausbauen, um unsere Wagenmeister bei ihren Kontrollgängen zu unterstützen und noch schneller zu werden, ohne den Sicherheitsaspekt zu vernachlässigen.“

Wagenmeister bei technischer Wagenkontrolle auf dem Terminal in Bettemburg-Düdelingen. (Foto: CFL multimodal)

Über CFL multimodal

Die Gruppe CFL multimodal steht für einen globalen Dienstleister, der alle Bereiche der multimodalen Logistikkette abdeckt. Zusammen mit ihrer Schwestergruppe CFL cargo bietet CFL multimodal ein qualitativ hochwertiges und auf den Kunden zugeschnittenes Dienstleistungsportfolio an: kombinierter und konventioneller Schienengütertransport, Wagonwartung und -reparatur, Zollabfertigung sowie Speditions- und Logistikleistungen. Als Eisenbahnverkehrsunternehmen in Frankreich, Deutschland, Dänemark und Schweden bedient CFL cargo die wichtigsten europäischen Schienenachsen. In Luxemburg beziehen sich die Aktivitäten von CFL multimodal auf den intermodalen Terminal Bettemburg im Eurohub Sud Logistik Park. Mit seiner strategischen Lage auf dem Rail Freight Corridor 2 (North Sea-Mediterranean) und mitten auf den Hauptachsen der europäischen Transportrouten, ist dieser multimodale Hub durch seine vorteilhafte Lage für die Zusammenführung multimodaler Transportströme sowohl europaweit, als auch darüber hinaus, geeignet. Mit einer jährlichen Kapazität von maximal 600.000 UTI und ausgestattet mit neuesten Technologien bezüglich Sicherheit und Überwachung, ist der intermodale Terminal Bettemburg sowohl mit den Hauptseehäfen als auch mit den wichtigsten Industrieregionen durch kombinierte Shuttle Züge verbunden.