Dr. Michael A. Kluger, Vorstand Kontraktlogistik/SCM und Dr. Alexander Hedderich, Vorstandsvorsitzender der DB Schenker Rail Deutschland AG

Leipzig

Seit Herbst vergangenen Jahres versorgt DB Schenker aus einem Logistikzentrum in Leipzig die BMW Werke in Shenyang (China) und Rosslyn (Südafrika) mit über 8000 verschiedenen Bauteilen. Damit trägt der Dienstleister eine große Verantwortung, wie Dr. Michael A. Kluger, Vorstand Kontraktlogistik/SCM der Schenker Deutschland AG weiß. Denn die Produktionsversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Wertschöpfungskette des Kunden. Im September hat der erste Zug den Umschlagbahnhof Leipzig-Wahren mit 40 Containern Richtung Shenyang verlassen. Die Fahrzeit für die rund 11000 km beträgt 23 Tage. Seit Ende November gibt es täglich eine Abfahrt aus Leipzig. Die Versorgung von Produktionswerken in China mit Schienentransporten hat Zukunft. Sie ist zuverlässig und umweltschonend. Kluger ist seit 1. April 2009 im Vorstand von DB Schenker. Der 45-Jährige erwarb ein Master of Science (Industrial Engineering) am Georgia Institute of Technology, Atlanta, USA. Er studierte Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Materialfluss und Lagertechnik in Dortmund und war nach dem Diplom am Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund tätig. Kluger kennt die Herausforderungen an die internationale Logistikorganisation aufgrund seiner bisherigen beruflichen Laufbahn sowohl aus der Perspektive der Automobilhersteller als auch der Dienstleister. Neben Michael Kluger ist Dr. Alexander Hedderich treibende Kraft, um Schienentransporte nach Asien auszubauen. Hedderich ist Vorsitzender des Geschäftsfeldes DB Schenker Rail und Leiter der Geschäftseinheit Deutschland/Region Central sowie Vorstandsvorsitzender der DB Schenker Rail Deutschland AG. Hedderich gehört von Anfang an zur Gruppe der Vordenker bei der Deutschen Bahn. Von 2000 bis 2002 war er Leiter der Marketingstrategie, 2004 bis 2009 leitete er den Bereich Konzernentwicklung. Seither widmet er sich der Herausforderung, die verschiedenen europäischen Tochtergesellschaften der DB im Schienengüterverkehr unter einen Hut zu bringen und dabei auskömmliche Ergebnisse zu erzielen. Derzeit organisiert er die Produktion schrittweise neu. Güterzüge sollen danach so gebildet werden, dass sie möglichst ohne viele Rangiervorgänge ans Ziel gebracht werden. Pilotverkehre für diese so genannte Netzwerkbahn laufen bereits. BMW produziert in Leipzig den X1 und die 3er-Reihe. DB Schenker investierte rund 33 Mio. EUR in das Logistikzentrum und nutzt die Erweiterungsflächen des ehemaligen Quelle Logistikzentrums. Die Fahrzeuge gehen zerlegt (Completely Knocked Down, CKD) zu rund 80 Prozent nach China, wo die Fahrzeuge wieder montiert werden.