
DVZ-Trendtag befasst sich mit Klimaschutz und kritischen Konsumenten
Um Nachhaltigkeit, Klimaschutz und wirtschaftlich-ethische Aspekte modernen Unternehmertums ging es beim DVZ-Trendtag, der im Vorfeld der abendlichen Leo-Gala stattfand. Der ehemalige Schenker-Manager und heutige Abt des Zisterzienserstiftes Gregor Henckel Donnersmarck betonte, Gewinn und Geschäftserfolg seien nicht unmoralisch. Allerdings dürften sie nicht das einzige Ziel sein. Der Mensch dürfe nicht als Produktionsfaktor gesehen werden.
Prof. Franz-Josef Radermacher von der Universität Ulm erklärte, nachhaltiges Wirtschaften müsse den Wohlstand aller Menschen zum Ziel haben. Allerdings gebe es heutzutage ein „Ausplündersystem, das die Armut verschärft“, stellte das Mitglied des Club of Rome klar. Um das Ziel zu erreichen, den weltweiten Temperaturanstieg auf 2 °C zu begrenzen, sei außer der CO2-Senkung ein Weltaufforstungsprogramm notwendig. Für die Logistik erwartet Prof. Wolf-Rüdiger Bretzke, Barkawi Management Consultants, massiven Änderungsdruck. Dies betreffe vor allem die Netzwerkstrukturen.
Zunehmenden Einfluss virtueller sozialer Netze sieht Prof. Peter Wippermann. Der Hamburger Trendforscher erwartet, dass Konsumenten immer häufiger Unternehmen durch Kaufverweigerung abstrafen werden, sofern sich diese in den Augen der Kunden danebenbenehmen.
»Der Mensch darf nicht als Produktionsfaktor gesehen werden«
Abt Gregor Henckel Donnersmarck, Abt des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz und ehemaliger Schenker Manager
»Kommunikation, Produktion und Transaktion sind auf einer Datenebene«
Prof. Peter Wippermann, Trendforscher, Hamburg
»Die heutige Weltökonomie ist das Gegenteil von nachhaltig«
Prof. Franz-Josef Radermacher, Professor für „Datenbanken und Künstliche Intelligenz“ an der Universität Ulm und Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung
»Eine Innovationslawine könnte zu einer Vermeidung externer Kosten führen«
Prof. Wolf-Rüdiger Bretzke, Head of Supply Chain Strategy, Barkawi Management Consultants