Mensch des Jahres: Adalbert Wandt und Claus-O. Herzig

Adalbert Wandt ist mit Sicherheit einer der bekanntesten Kraftwagenspediteure Deutschlands. Der 62-Jährige gehört zu den profiliertesten deutschen Gewerbevertretern. "Kein Verband ohne Wandt" heißt es nicht zu Unrecht. Wandt führt seit 2001 als Präsident den Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) Hannover. Sogar seit 1994 ist er Vizepräsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) beziehungsweise von dessen Vorgänger BDF.

Weitere Funktionen des Niedersachseners: er ist Vizepräsident der IHK Braunschweig und stellvertretender Vorsitzender des DIHK-Verkehrsausschusses. Eines seiner wichtigsten Themen ist die Berufsausbildung junger Menschen, für die er sich bei jeder Gelegenheit stark macht. Ein anderes Leitthema ist das Image des Straßengüterverkehrs in der Öffentlichkeit.

Als Unternehmer ist Wandt erfolgreich mit der Wandt Spedition Transportberatung GmbH, Braunschweig, unterwegs, die er als Geschäftsführender Gesellschafter gemeinsam mit seinem Bruder Gerhard führt. Das Unternehmen verfügt über einen eigenen Fuhrpark mit 50 Lkw. Neben dem Transportgeschäft bietet Wandt Umschlag und Lagerei an. Auch Kontraktlogistik in den verschiedensten Segmenten bieten die Wandts an. Auch in der Entsorgungslogistik mischt die Braunschweiger Spedition mit.

Wandt engagiert sich wo er kann – und nicht nur als Funktionär. So ist es auch kein Wunder, dass er sich als Vorsitzender der Kinder-Unfallhilfe e.V. einsetzt, die sich seit über zehn Jahren für junge Opfer von Verkehrsunfällen stark macht.

Die Kinder-Unfallhilfe wurde 1998 von Gewerbevertretern während einer Delegiertenversammlung der Kravag-Versicherung gegründet. Gefördert werden Projekte in Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen oder Vereinen, die Kindern und Jugendlichen helfen sollen, seelische und körperliche Unfallfolgen zu überwinden. Seit drei Jahren wird die Kinder-Unfallhilfe unter der Marke "Der Rote Ritter" auch in der Unfallprävention aktiv. Aktionen zur Verkehrssicherheit und Verkehrserziehung werden jetzt ebenso gefördert wie Forschungsvorhaben und wissenschaftliche Veranstaltungen zur Vermeidung von Kinderunfällen.

Ein Blick auf 2010 geförderte Projekte zeigt das Wirken des Vereins: Er förderte Kurzreisen für Kinder und Jugendliche, um den Genesungsprozess zu unterstützen. Diese Reisen sind vor allem für Kinder konzipiert, die langwierige Rehamaßnahmen seelisch und körperlich verkraften müssen Die Kinder-Unfallhilfe arbeitet hier mit einem erfahrenen Veranstalter für Kinder-, Jugend- und Behindertenreisen zusammen.

 Claus-O. Herzig

Claus-O. Herzig kommt aus einer alten Spediteursfamilie. Bereits 1913 gründete sein Großvater Oscar Herzig ein Fuhrunternehmen mit Pferden und führte es zusammen mit seinem Sohn Heinrich Herzig, der 1937 eintrat. Claus-Oscar Herzig trat seinerseits 1977 in die Oscar Herzig GmbH ein, nachdem er Speditionskaufmann gelernt und an der DAV in Bremen Betriebswirtschaft studiert hatte.

Seit dem Jahr 2000 ist Herzig Geschäftsführender Alleingesellschafter der Oscar Herzig GmbH Internationale Spedition + Logistik mit Sitz in Fulda. Heute ist Herzig ein dynamischer mittelständischer Speditionsbetrieb mit Spezialisierung auf den Italien- und Spanien-Verkehr und hier auf die Produkt "Fliese", "Papierrolle", "Textilien" und "Automobilersatzteillogistik".

Nicht nur als Unternehmer ist Herzig erfolgreich, sondern auch als Vertreter des Verkehrsgewerbes. Er ist unter anderem Vizepräsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung und Vorstandsvorsitzender des Fachverbandes Güterkraftverkehr und Logistik, Hessen. Mandate bei der Berufsgenossenschaft Verkehr, beim ADAC, in der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände und der Kravag runden Herzigs Aktivitäten ab.

Gemeinsam mit seinem BGL-Vorstandskollegen Adalbert Wandt ist Herzig als stellvertretender Vorsitzender Motor der Kinder-Unfallhilfe. Zu den Unterstützern des Vereins gehört die Kravag-Versicherung, deren Vorstandsmitglied Bernd Melcher die Vereinsspitze ergänzt. Die Kinder-Unfallhilfe finanziert ihre Hilfsaktionen ausschließlich durch Spenden und Fördermitgliedschaften. Häufig bitten bekannte Persönlichkeiten aus dem Gewerbe anlässlich Jubiläen, Geburtstagen oder Verabschiedungen um Spenden zugunsten der Kinder-Unfallhilfe. Aufgrund der ehrenamtlichen Strukturen des Vereins und der Mithilfe der Kravag kommen alle Spenden in voller Höhe den Kindern zugute.

2010 wurde beispielsweise therapeutisches Reiten gefördert, ein neurologisches Rehabilitationszentrum unterstützt und 6000 Kindersicherheitsumhänge beschafft. Im Jahr davor kaufte der Verein unter anderem 2000 Trostteddys für verunfallte Kinder. Seit der Gründung hat die Kinder-Unfallhilfe mehr als 500.000 EUR an Spenden eingeworben und damit Kindern geholfen.