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Der Ausblick sei keineswegs so zu verstehen, dass Wärtsilä ein bestimmtes Szenario eher für möglicher halte als die beiden anderen, sagte Jaakko Eskola, Leiter der Unternehmenssparte Ship Power, am Mittwoch auf der Schiffsmesse SMM in Hamburg. Es seien lediglich heutige Trends und Aussagen von Experten zusammengetragen worden.
Szenario eins (Rough Seas) geht von einer Verknappung der Ressourcen und sozialen Spannungen zwischen armen und reichen Nationen aus. Die Folge wären mehr bilaterale Handelsströme und regional optimierte Logistikketten. Künftig könnten beispielsweise Tanker Frischwasser in Gegenden transportieren, wo Wasserknappheit herrscht.
Im zweiten Szenario (Yellow River) dominiert China wirtschaftlich, geopolitisch und in der Schifffahrt. China konsumiert Produkte, deren Produktion kostengünstig nach Afrika und in andere asiatische Staaten verlagert wurde. Der Klimawandel wird lediglich auf regionaler Ebene angepackt. Weil China auch die Standards für Transporteinheiten vorgibt, könnte dies schiffstechnisch auf Containerschiffe mit Kapazität für 1000 Megabox-Einheiten (MBEU) hinauslaufen (1000 MBEU entsprächen 16 000 TEU).
Innovative Lösungen
Stark globalisiert zeigt sich die Welt der Open Oceans. Megastädte und Megaunternehmen haben die Macht über die Nationalstaaten gewonnen. Der Klimawandel wird als Chance wahrgenommen und bringt innovative und umweltfreundliche Lösungen hervor. Umweltherausforderungen haben zu Schiffstypen geführt, die beispielsweise vor der Küste Algen sammeln und sie der Biospritproduktion zuführen.
Wärtsilä sieht die drei Szenarien als Basis, um neue Strategien und Kooperationsformen mit der Industrie zu entwickeln. DVZ 9.9.2010






