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„Aus einem grünen Flusskorridor quer durch Europa soll ein begradigter Schiffshighway werden“, sagte die WWF-Süßwasserexpertin Dorothea August am Mittwoch in Frankfurt am Main laut einer Mitteilung. Von dem geplanten Ausbau der Wasserstraße ist in Deutschland auch das etwa 70 Kilometer lange Donaustück zwischen Straubing und Vilshofen betroffen. Insgesamt sollen laut WWF rund 1000 Kilometer bis zur Donaumündung am Schwarzen Meer ausgebaggert, gestaut und reguliert werden.
Der WWF hat einen aktuellen Donau-Atlas erstellt, um die bisherigen Umwelteingriffe an dem Strom zu dokumentieren. Dazu wurden aktuelle Satellitenaufnahmen mit historischen Karten verglichen. Allein an der unteren Donau seien bereits 80 Prozent der früheren Auenlandschaften und Lebensräume zerstört worden, berichtete der Naturschutzverband. In diesem Bereich würden bei einem Ausbau des Flusses wie vorgesehen rund 200 weitere Inseln verschwinden. Dies bedeute einen Verlust einmaliger Reservate mit seltenen Tier- und Pflanzenarten. Dann würden Beluga-Störe, Pelikane, Fischotter und Sumpfschildkröten vertrieben.
Bislang gibt es an der Donau mehrere Schutzgebiete, die der WWF für ähnlich bedeutend wie das Amazonasgebiet oder die Serengeti hält. „Sollte die EU ihr Ausbauvorhaben tatsächlich umsetzen, wäre das der finale Todesstoß für die grüne Donau“, warnt August. (dpa)





