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Straßengüterverkehr

Gefahrgut-Lkw blockiert stundenlang die Autobahn bei Würzburg

Wegen des Unfalls und der komplizierten Bergungsarbeiten musste eine der Hauptrouten im deutschen Autobahnnetz stundenlang gesperrt werden. (Bild: dpa)

08.06.2010 | Ein verunglückter Gefahrgutlaster hat am Dienstag den Verkehr auf Unterfrankens Hauptverkehrsader gut neun Stunden blockiert. Auf der Autobahn A 3 bei Randersacker (Bayern) war der Sattelzug in den Morgenstunden in eine Baustelle gerast. Hunderte Liter ätzende Flüssigkeit liefen aus. Sieben Menschen wurden verletzt. Der Schaden wurde auf etwa 320.000 Euro geschätzt.

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Wegen der Vollsperrung der A 3 Frankfurt - Nürnberg stauten sich die Autos und Laster kilometerweit in beide Richtungen, teilte die Polizei Würzburg mit. Bei sommerlichen Temperaturen versorgte der Rettungsdienst die wartenden Fahrer mit Getränken. Am Nachmittag konnte der Verkehr in Richtung Frankfurt wieder rollen.

Mit mehr als 100.000 Fahrzeugen täglich und einem Lastwagen-Anteil von 25 Prozent ist die 230 Kilometer lange Strecke zwischen Nürnberg und Frankfurt völlig überlastet. Deshalb wird die Aurobahn derzeit auf sechs Fahrspuren erweitert. Wegen der Vollsperrung waren die Straßen im nahen Würzburg fast den ganzen Tag verstopft, weil viele Fahrer die A 3 umgehen wollten und durch die Stadt fuhren.

Der 40-Tonner war von Koblenz nach Nürnberg unterwegs. Am Beginn einer Baustelle prallte der Sattelzug aus zunächst unbekannten Gründen gegen Betonwände, die zur Fahrbahnbegrenzung aufgestellt waren. Der Laster stürzte um. Mehrere hundert Liter verschiedener Gefahrgutstoffe liefen aus, darunter auch Pflanzenschutzmittel.

Sieben Verletzte

Der 51 Jahre alte Lasterfahrer wurde entgegen ersten Polizeiinformationen mittelschwer verletzt und kam in ein Krankenhaus. Auch ein weiterer Lkw-Fahrer kam in eine Klinik - warum, war zunächst unklar. Drei Menschen, die den Unfallfahrer aus seinem Führerhaus ziehen wollten, klagten über leichte Verätzungen an den Händen. Zwei Feuerwehrleute erlitten ebenfalls Verletzungen.

Für die Anwohner bestand laut Polizei keine Gefahr. Die Einsatzkräfte agierten mit Spezialausrüstung an der Unfallstelle, um den Sattelzug sicher zu entladen. (dpa)

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