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Es gebe derzeit Gespräche mit möglichen Investoren, sagte ein Tui-Sprecher am Dienstag. Medienberichten zufolge soll ein 15-Prozent-Anteil an Hapag-Lloyd vom Staatsfonds Onyx aus dem Sultanat Oman übernommen werden. Auch das chinesische Logistikunternehmen HNA habe angeblich Interesse. Die Tui-Aktie legte zeitweilig um 5,01 Prozent auf 8,952 EUR zu.
Medien zitieren einen Sprecher der Onyx-Muttergesellschaft, demzufolge Onyx 15 Prozent an Hapag-Lloyd erwirbt. Ein Kaufpreis wurde dabei nicht genannt. Der Tui-Sprecher wollte eine solche Einigung hingegen ausdrücklich nicht bestätigen. Zudem fahre Tui beim Verkauf seiner Minderheitsbeteiligung weiterhin zweigleisig: Direktverkauf und Börsengang seien weiterhin möglich.
Die TUI hält ab Mai noch 38,4 Prozent der Hapag-Lloyd-Anteile, will sich aber von der Reederei trennen. Ein zu Ostern geplanter Börsengang wurde wegen der unsicheren Börsenlage jedoch zunächst verschoben.
Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, könnten am Ende neben dem Oman auch die Chinesen einsteigen. Der mögliche Anteil für die Chinesen sei noch unklar. Hinter den Kulissen sei von einer Größenordnung von 10 Prozent die Rede, es könnten aber auch 15 Prozent werden. Wenn beide Investoren zum Zuge kommen, könnten somit 20 bis 30 Prozent von Hapag-Lloyd in neue Hände übergehen.
Die anderen Großaktionäre der Container-Reederei, allen voran die Stadt Hamburg und der Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne, seien eng in den Verkaufsprozess eingebunden. Gegen den Einstieg von Oman, HNA oder beiden hätten sie nichts einzuwenden, berichtet die "FAZ" unter Berufung auf "gut informierte Kreise". Dabei seien die Alteigentümer weiterhin offen für einen Börsengang von Hapag-Lloyd.
Tui hatte kurz vor der Wirtschafts- und Finanzkrise versucht, sich von seiner damaligen Tochter Hapag-Lloyd zu trennen, blieb jedoch auf einem stattlichen Minderheitsanteil sitzen. Derzeit ist der Reisekonzern noch mit 49,8 Prozent an der Reederei beteiligt, die Mehrheit hält das Hamburger Konsortium Albert Ballin, zu dem neben der Stadt Hamburg noch der Unternehmer Kühne sowie zwei Versicherer und zwei Banken gehören. Im Mai übernimmt das Konsortium weitere 11,33 Prozent. Mit der Trennung von Hapag-Lloyd will Tui zum reinen Touristik-Konzern werden. (dpa)





