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Die Laderaumengpässe im Straßengüterverkehr lösen aber nicht automatisch Investitionen bei den Unternehmen des Güterkraftverkehrs aus. "Wir werden nur investieren, wenn konkrete Aufträge dahinterstehen", bekannte beispielsweise Uwe Nitzinger, Geschäftsführer der Viernheimer Pfenning Holding, vor rund 100 Teilnehmern. Auch die Erwartung eines interessanten Weihnachtsgeschäfts "reicht nicht für Millioneninvestitionen aus".
Rudi Roex, Chef der niederländischen Ewals Group, investiert zwar gerade in 1000 neue Trailer, doch erhält er sich angesichts der noch ungewissen Marktentwicklung eine gewisse Flexibilität. Die neuen Ladeeinheiten werden nicht zwangsläufig zu einem Aufstocken des Fuhrparks führen, sondern möglicherweise nur ältere Einheiten ersetzen.
Sollten die Transportunternehmen aber ihre Kapazitäten nicht ausreichend an dem Bedarf ausrichten, dann riskieren sie, "dass die Verlader ihre Eigenverkehre wieder stärken", warnte Götz. "Kein Problem", konterte Nitzinger: "Dann sehen sie wenigstens, was ein Lkw wirklich kostet."
Keine Überhitzung feststellbar
Trotz der sogenannten Laderaumengpässe bleibe keine Ladung liegen, sagte Prof. Karlheinz Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) – sie werde nur zu einem höheren Preis als bisher abgefahren. "Nur weil einmal ein Transportpreis mit Gewinnzuschlag zu zahlen ist, kann man nicht von einer Überhitzung des Marktes sprechen", sagte er.
Nach den vergangenen kritischen Jahren müsse den Transportunternehmen die Chance gegeben werden, "etwas Speck anzusetzen". Denn sonst "überlebt das mittelständische Transportgewerbe eine zweite Krise dieser Dimension nicht". DVZ 1.7.2010
Zu diesem Thema finden Sie in der aktuellen DVZ vom 1. Juli 2010 auch das Stichwort "Advanced Truckload" auf Seite 1 und den Kommentar "Die Idioten sterben nicht aus" von Björn Helmke, Chefredakteur der DVZ, auf Seite 2





