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Speditionen wie zum Beispiel Panalpina oder Kühne + Nagel, sind dazu übergegangen, internationale Luftfracht zu nicht gesperrten, südeuropäischen Flughäfen umzuleiten. Dort wird sie dann auf Lkw oder Bahn verladen und über Land bis zum Empfänger transportiert.
Von der zu erwartenden Preiserhöhung für die Luftfracht ist derzeit noch nicht viel zu spüren. Konkrete Angaben dazu mochte Panalpina-Sprecher Martin Spohn nicht machen: „Preise sind derzeit Verhandlungssache“, erklärte er auf Anfrage der DVZ. Die Branche rechnet aber mit einem kräftigen Preisanstieg, sobald der Flugverkehr wieder normal läuft. Dann würden von dem Rückstau, der sich inzwischen in den Umschlaglagern auf den internationalen Flughäfen gebildet hat, zuerst die Sendungen abtransportiert, für die am meisten bezahlt werde.
Da niemand weiß, wann die gesperrten Lufträume wieder freigegeben werden, suchen einige auch nach längerfristigen Lösungen, zum Beispiel im Verkehr von und nach Nordamerika. Das bestätigte Peter Ulber, bei Kühne + Nagel verantwortlich für den Geschäftsbereich See- und Luftfracht, der DVZ. „Wenn man die richtigen Häfen auswählt sind sieben Tage durchaus zu realisieren“, sagte er. Er hoffe aber, nicht auf Seeeverkehre ausweichen zu müssen, sondern dass sich die Lage im Luftverkehr bald normalisiere.
Kritische Lage in Asien und Afrika
Besonders groß ist der Frachtrückstau nach Aussage der Speditionen in Asien. Auch kritisch ist der Transport leicht verderblicher Güter wie zum Beispiel von Blumen via Nairobi oder Spargel aus Peru. Die Produzenten haben vorübergehend die Ernte eingestellt.
Innerhalb Europas nutzen viele Unternehmen den Luftfrachtersatzverkehr und befördern die Fracht auf der Straße. Das betrifft auch die großen Integrators, ebenso wie Lufthansa Cargo und die Deutsche Post.
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Unterdessen hat DPD mitgeteilt, dass die Laufzeiten für Pakettransporte des Unternehmens in Europa trotz der Aschewolke unverändert sind. DPD setzt keine eigenen Flugzeuge ein, um innereuropäische Sendungen zu transportieren.
Sperrung bis Dienstagnacht
Eine Besserung der Situation scheint vorerst nicht in Sicht. Nachdem am Montagmorgen noch für 20 Uhr eine mögliche Freigabe des Luftraums in Aussicht gestellt worden war, heißt auf der Internetseite der Deutschen Flugsicherung am frühen Montagnachmittag (14 Uhr) bereits „Keine Starts und Landungen bis voraussichtlich Dienstag, 2 Uhr“. (sm)






