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Die Auftragslage sei gut und habe wieder den Stand von 2008 erreicht, sagte der Sprecher des Landesverbandes Thüringen des Verkehrsgewerbes, Ulrich Hoffmann, am Samstag am Rande der Jahreshauptversammlung in Weimar. Viele Unternehmen hätten im Krisenjahr 2009 ihre Fahrzeugflotte durch Stilllegungen oder Verkauf verkleinern müssen. Aufgrund der steigenden Nachfrage würden nun langsam die Kapazitäten knapp. Die Spediteure erhofften sich daher steigende Transportpreise und damit höhere Erlöse.
Für eine Vergrößerung der Fahrzeugflotte fehle den Firmen allerdings die Finanzkraft, sagte Hoffmann. Zugleich kritisierte er die staatliche Abgabenlast, die für den deutschen Schwerlastverkehr europaweit am höchsten sei. Müssten beispielsweise in Spanien 10,1 Cent pro Kilometer an Abgaben und Steuern bezahlt werden, seien es in Deutschland 16,1 Cent.
Zugleich forderte der Verband in einer Resolution Augenmaß beim
Klima- und Umweltschutz. Es dürfe nicht das Machbare, sondern es müsse das Bezahlbare im Vordergrund stehen. So benötige die Fahrzeugindustrie mehr Zeit, um neue umweltschonende Dieselmotoren zu entwickeln. Die bisherige Politik der Verbesserung der Abgaswerte durch Zusatzaggregate mit erhöhtem Kraftstoffverbrauch sei paradox und schade der Wirtschaft mehr, als es ihr nütze.
Massiver Stellenabbau
Die Branche zählt nach Verbandsangaben in Thüringen rund 2400 Firmen mit 18.000 Beschäftigten. Im vergangenen Jahr hätten die Unternehmen rund zehn Prozent ihrer Fahrer entlassen müssen. (dpa)





