-Anzeige-
Das Staatsunternehmen verbuchte für das vergangene Jahr einen Ergebnisrückgang um 1,6 Mrd. EUR. Unter dem Strich führte dies zu einem Verlust von 980 Mio. EUR. Die schlechten Zahlen begründete SNCF am Mittwoch unter anderem mit den Folgen der „beispiellosen Wirtschaftskrise“.
Vor allem im Frachtverkehr erlebte SNCF eine Durststrecke. Der Umsatz der Transport- und Logistiktochter SNCF Geodis brach um 8,1 Prozent auf 7,4 Mrd. EUR ein. Auf das Ergebnis wirkten sich zudem einmalige Wertberichtigungen aus. Die Finanzlage sei angespannt, kommentierte Bahnchef Guillaume Pepy. Der Gesamtumsatz lag bei rund 24,9 Mrd. EUR (minus 1,2 Prozent).
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet SNCF keine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Einen großen Aufschwung wollte das Unternehmen allerdings ebenfalls nicht in Aussicht stellen. Unter anderem dank der Zukäufe rechne SNCF für 2010 mit einem Umsatz von rund 30 Mrd. EUR, hieß es.
SNCF steht vor allem im Frachtbereich, immer mehr aber auch im Personenverkehr im direkten Wettbewerb mit der Deutschen Bahn. Beide Unternehmen positionieren sich angesichts der Öffnung der Märkte als weltweit tätige Transportanbieter. In Frankreich wird auch spekuliert, dass SNCF der Deutschen Bahn bei der möglichen Übernahme des britischen Transportunternehmens Arriva noch Konkurrenz machen und ein Gegenangebot vorlegen könnte. Die Deutsche Bahn stellt am heutigen Donnerstag ihre Jahresbilanz vor. (dpa)






