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In diesem Jahr will sie die Entwicklung wieder umkehren. Im Wettbewerb mit anderen europäischen Eisenbahnen beklagte Vorstandschef Rüdiger Grube ungleiche Bedingungen.
Der Anteil der Transporte per Schiene am gesamten Güterverkehr sank laut Bericht von 17,3 Prozent 2008 auf 16,3 Prozent im vergangenen Jahr. Die Wettbewerber der Bahntochter DB Schenker Rail erhöhten ihren Marktanteil von 21,2 Prozent 2008 auf 24,6 Prozent. Vor fünf Jahren waren es noch weniger als zehn Prozent.
Die Lastwagentransporte steigerten im vergangenen Jahr ihren Anteil an der gesamtem Verkehrsleistung um 1,2 Punkte auf 71,9 Prozent. Der Anteil der Binnenschifffahrt verringerte sich von 9,6 auf 9,1 Prozent.
Anhängigkeit von kunjunkturgetriebenem Massengut
Als Hauptursache für ihre Verluste nannte die Bahn den überdurchschnittlichen Rückgang bei den Transporten von Kohle, Erzen, Eisen und Stahl in der Wirtschaftskrise. Sie machen bei Schenker Rail mehr als 30 Prozent der Gesamtleistung aus, bei den Konkurrenten nur etwa sieben Prozent. 2010 begann für Schenker Rail erfreulich. In den ersten drei Monaten stieg die Transportleistung im Vergleich zum ersten Quartal 2009 um 10,1 Prozent.
Bahnchef Grube prangerte den aus seiner Sicht unfairen Wettbewerb in Europa an. "Die europäischen Schienenverkehrsmärkte sind zum Teil überhaupt nicht geöffnet, zum Teil sind die Zugangsrechte nicht effektiv durchsetzbar", stellte er fest. In ihrem Wettbewerbsbericht wird die Bahn konkreter. Dort heißt es etwa, dass die französische Staatsbahn SNCF ihre marktbeherrschende Stellung im Güterverkehr missbrauche. So drohe die SNCF Kunden, die mit Ganzzügen zur Konkurrenz wechseln wollten, mit höheren Preisen bei Einzelwagen. Bei der Vergabe von Fahrtrassen in Frankreich würden andere Eisenbahnen immer wieder benachteiligt. (dpa)






