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Luftfracht

Qantas beendet Halbjahr mit einem Gewinneinbruch

Qantas Freight fliegt mit den Flugzeugtypen Boeing 747-400F und 767-300F (Bild: Qantas)

16.02.2012 | Die australische Fluggesellschaft Qantas musste in der zweiten Jahreshälfte 2011 einen erheblichen Gewinnrückgang hinnehmen. Zu Buche schlug ein flugfreies Wochenende und die gestiegenen Treibstoffkosten.

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Nach dem Arbeitskampf bei Qantas mit einem Wochenende ohne Flüge im vergangenen Jahr ist der Gewinn der australischen Airline dramatisch eingebrochen. Qantas Airways Ltd machte im 1. Halbjahr (zum 31. Dezember) nur noch 34,6 Mio. Euro Gewinn, 83 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei der Vorlage der Zahlen kündigte das Unternehmen am Donnerstag an, 500 Arbeitsplätze einzusparen und Flugzeughallen zu schließen. Die Erlöse stiegen um sechs Prozent auf 6,3 Mrd. Euro.

Ein Grund ist die plötzliche Aussetzung sämtlicher Flüge an einem Wochenende im Oktober 2011. Dies habe das Unternehmen 152 Mio. Euro gekostet, sagte Qantas-Chef Alan Joyce. Die Maßnahme sei aber nötig gewesen, um die Gewerkschaften nach monatelangen Störaktionen an den Verhandlungstisch zu zwingen. Zudem machten sich im Halbjahresergebnis die um 349 Mio. Euro höher liegenden Kerosinkosten gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum bemerkbar.

Die Frachttochter Qantas Freight wird in der Gesamtbilanz des Unternehmens ausgewiesen. Mit neun Maschinen der Typen Boeing 747-400F und 767-300F fliegt Qantas Freight 26 Ziele an, vorwiegend im pazifischen Raum. In Deutschland gehören Frankfurt und Hahn zu den Zielflughäfen der Qantas-Frachttochter.

Solide Finanzlage 

Das Unternehmen befindet sich dennoch in einer soliden Finanzlage. Qantas besitzt nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 65 Prozent und hat Bargeldreserven von umgerechnet 2,6 Mrd. Euro. Die Auslieferung weiterer A380 soll die bestehende Flugzeugflotte erneuern. Die weltweit zweitgrößte Firmenbestellung dieses Flugzeugstyps ist mitten in der Umsetzungsphase: 10 der insgesamt 20 bestellten Flugzeuge hat die Airline vom europäischen Flugzeugbauer bereits erhalten.

Aufgrund der aktuellen Weltwirtschaftslage ist die australische Fluggesellschaft für die Unternehmensentwicklung verhalten optimistisch - sowohl im nationalen Markt und dem gesamten Asien-Pazifik-Raum. Die australische Airline wurde 1920 gegründet und beschäftigt heute rund 35.700 Mitarbeiter. (dpa/rh)

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