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Transport Market Monitor

Preise im Ladungsverkehr haben sich stabilisiert

Im Ladungsverkehr geht es wieder leicht
aufwärts. (Bild: DB)

Von Björn Helmke, Hamburg

23.12.2009 | Die Transportpreise im europäischen Ladungsverkehr auf der Straße haben im dritten Quartal 2009 fast den Stand von vor der Krise erreicht. Sie liegen auf 97 Prozent des Niveaus von Oktober 2008. Das ist das überraschende Kernergebnis des Transport Market Monitors, den Capgemini Consulting und die Logistikplattform Transporeon vorgestellt haben.

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Die Preise waren seit Oktober zunächst abgestürzt. Von Oktober 2008 bis Februar 2009 fiel der Index um 23 Prozent. Seit März stiegen die Preise im Ladungsverkehr dann wieder. Schon im zweiten Quartal hatte sich der Indexwert allerdings wieder deutlich erholt.

Fast spiegelbildlich zum Preisbarometer entwickelte sich der Kapazitätsindex. Dieser überschritt im Februar 2009 die Marke 200, was starke Überkapazität bedeutet. Offenbar durch massive Kapazitätsreduzierungen sank der Kapazitätsindex bis April auf 100 und blieb bis August auf diesem Niveau. Im September gab es aufgrund anspringender Transportnachfrage einen Rückgang auf den Indexwert 80. Weiterer Grund für die Stabilisierung der Preise sind die seit Februar wieder steigenden Dieselkosten.

Die Preise in den Transportarten entwickelten sich nicht gleichmäßig. Am wenigsten schwankte der Preis bei den Baustofftransporten. Das bedeutete jedoch, dass dieser Sektor wenig von der Erholung im dritten Quartal profitierte. Er lag um gut fünf Punkte unter dem Basiswert von Oktober 2008. Am deutlichsten fiel die Erholung bei den Transporten von Papier- und Medienprodukten aus. Hier liegt der Indexwert bei 106 Punkten – die Verlader mussten im dritten Jahresviertel 2009 tiefer in die Tasche greifen als im vierten Quartal 2008. Gleiches gilt für Holztransporte (Indexwert 104). Der Indexwert für Lebensmitteltransporte liegt bei 97 Prozent.

Verblüffend sind die Preisdifferenzen für vergleichbare Transporte. Nach Messung von Capgemini und Transporeon liegt die Differenz zwischen dem teuersten und dem billigsten Angebot durchschnittlich bei 25 Prozent. Im Februar gab es sogar Preis­unterschiede von bis zu 40 Prozent. Generell lässt sich sagen, dass die Preisdifferenz mit wachsender Transportstrecke steigt. Bei Distanzen von 101 bis 250 Kilometern beträgt die Spreizung 15 Prozent. Bei Strecken über 1000 Kilometern sind es 33,5 Prozent. Dies zeigt, dass mit wachsender Entfernung Potenziale zur Optimierung von Leerkilometern steigen.
Der Transport Market Monitor basiert auf der Logistikplattform Transporeon, auf der Verlader unter anderem ihre Ladung auf Tagesbasis an ihre Transportpartner vergeben. Über die Plattform fließt ein Transportvolumen von 2 Mrd. Euro in allen europäischen ­Ländern. DVZ 22.12.2009 (hel)

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