-Anzeige-
Vorerst bis Jahresende würden wöchentlich Flugzeuge aus China mit Zulieferprodukten für die Industrie und Konsumgütern landen, sagte Betriebsleiter Eugen Arnstadt am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die ersten beiden Maschinen mit je 70 Tonnen gemischter Fracht seien vorige Woche gekommen, eine weitere werde an diesem Wochenende erwartet.
Im Februar waren über Parchim vier U-Bahn-Wagen für Indien mit Sondermaschinen ausgeflogen worden. Die letzten regulären Frachtflüge habe es im Herbst 2008 gegeben, so Arnstadt. Der neu in den Frachtmarkt eingestiegene Flughafen sei bei Ausbruch der weltweiten Wirtschaftskrise nicht in feste Warenströme integriert gewesen, erklärte er die Flaute des Unternehmens. Die im Frühjahr angemeldete Kurzarbeit betreffe noch acht von 30 Mitarbeitern in Terminal, Vorfeld und Frachthalle. „Wir sind jetzt aber wieder am Ball“, sagte der Betriebsleiter.
Unterdessen hält sich der Landkreis auch zu angeblichen Steuerschulden des Flughafens weiter bedeckt. „Es gibt zum Flugplatz derzeit keine Aussage von uns“, sagte Sprecherin Marita Hertel. Laut einer Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen des Kreises Parchim an den Landrat gibt es Befürchtungen, Flughafeninvestor Jonathan Pang könne seine verbleibenden Kaufraten nicht fristgerecht zahlen. Bis Jahresende wären noch 17 Mio. Euro fällig. Geplante Investitionen, wie der Bau eines neuen Towers bis 2011, ließen ebenso auf sich warten.
Seit über zwei Jahren ist der einst von Sowjettruppen genutzte Flughafen im Besitz der chinesischen Firma LinkGlobal. Deren Chef Pang will eigenen Angaben zufolge aus Parchim eine Drehscheibe im Frachtverkehr zwischen Asien und Europa machen. (dpa)





