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Erst wenn alle Wassertonnen wieder in der Fahrrinne ausgesetzt und alle abmontierten Landzeichen am Ufer angebracht seien, könne auch nachts gefahren werden, teilte des Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde (Brandenburg) am Mittwoch mit. Dazu liefen seit einigen Tagen Vermessungsarbeiten durch ein Peilschiff auf dem deutsch-polnischen Grenzfluss.
Die Oder hatte nach heftigen Regenfällen in Polen von Ende Mai an mehrere Wochen lang Hochwasser geführt. Kurzzeitig wurde zwar am Brandenburger Oberlauf die höchste Alarmstufe 4 erreicht, doch meist blieb es bei der Stufe 3. Katastrophenalarm wie bei der Oderflut im Sommer 1997 musste diesmal nicht ausgerufen werden. Die zum größten Teil erneuerten Deiche hielten dem Druck der Wassermassen stand.
Seit Anfang dieser Woche könnten Frachtschiffe und Sportboote bereits den Unterlauf und den Oberlauf der Oder befahren, erläuterte Sebastian Dosch vom Wasser- und Schifffahrtsamt. Nur der mittlere Abschnitt zwischen Hohensaaten (Märkisch-Oderland) und Frankfurt (Oder) sollte von dem Peilschiff noch am Mittwoch vermessen werden. Nach den bisherigen Messungen habe sich die Fahrrinne durch das Hochwasser an einigen Abschnitten geringfügig verändert.
Pegelstand vielerorts wieder normal
Der Pegelstand in Frankfurt (Oder) lag am Mittwoch bei 2,69 Meter, normal sind jetzt etwa 2,20 Meter. Der höchste Wasserstand betrug dort Ende Mai 6,00 Meter. Bei der Oderflut im Sommer 1997 waren es an dieser Stelle 6,56 Meter. (dpa)





