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Für beide Projekte ist die in Reinfeld/Schleswig-Holstein ansässige Spedition Bode als Projektpartner ernannt worden, für das Cosatt-Vorhaben zusätzlich die Spedition Nuber, Augsburg.
Welche Ziel verfolgt das Forschungsvorhaben Mobile Learning? Seniorchef Eckhard Bode brachte es während der Präsentation am vergangenen Freitag in Reinfeld auf den Punkt: „Wenn die Fahrer gut über Arbeitsschutzmaßnahmen informiert sind, passieren weniger Unfälle und damit Ausfälle.“ Besonders teuer werde es, wenn ein Fahrer auswärts ausgetauscht werden müsse. Somit würden diese Programme dazu führen, dass Kosten gesenkt werden könnten.
Antworten auf Abruf
Was ist das Neue an dem Fahrer-Infoprogramm, an dem 27 Bode-Fahrer aller Altersklassen teilnehmen? Bedingt durch wechselnde Arbeitszeiten sind Fahrer häufig über mehrere Tage unterwegs. Aufgrund dieser Arbeitssituation sind sie für konventionelle Methoden der Unterweisung (Präsenzveranstaltungen) kaum verfügbar. Um die betriebliche Arbeitsschutzunterweisung im Güter- und Transportgewerbe zu ergänzen, entwickelte das Institut Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (BGAG) mit dem Projekt Mobile Learning ein elektronisches Informations- und Lernprogramm für Berufskraftfahrerinnen und -fahrer im Fernverkehr.
Die Fahrer können mit dem Lernprogramm während der Pausen oder in der Freizeit mehr über Risiken bei ihrer Tätigkeit erfahren und wie sie Unfallgefahren vermeiden können.
Außerdem ist geplant, in einem weiteren Schritt gesetzlich vorgeschriebene Mitteilungen auf diesem Wege den Fahrern zukommen zu lassen. Die Fahrer müssen dann den Empfang bestätigen. Damit hat der Unternehmer einen Beleg, dass eine Unterweisung stattgefunden hat.
Großes Potenzial
Wie Bode weiter erklärte, sieht er noch großes Potenzial für das Info-Lernsystem. So könnte eine Abfrage für alltägliche Probleme eingerichtet werden. Beispielsweise wie die Ladung zu sichern ist, wenn die angemeldeten Maße und Gewichte nicht dem tatsächlich geladenen Gut entsprechen. Bisher sind Telefonate notwendig, künftig dann nur noch ein Klick auf dem Mini-Laptop oder dem Notebook. Das von der EU geförderte Projekt läuft bis Juni 2012.
Bei Cosatt geht es um die technische Ausstattung der Lkw, die nach Erkenntnissen des Fraunhofer Instituts IML, Dortmund, häufig Schwächen aufweist. Ziel des zwei Jahre dauernden und noch zu genehmigenden Vorhabens ist es, neue Maßnahmen zur Ladungssicherung zu erarbeiten. Dadurch soll EU-weit die Sicherheit im Straßenverkehr verbessert werden. DVZ 10.12.2009 (hec)





