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"Das Dilemma ist einfach da. Es ist schlimm, dass es da ist, und es belastet mich auch", sagte Staatssekretär Klaus-Dieter Scheurle (CSU) am Mittwoch in Berlin. Aber ohne Flüge über den See im Südosten der Hauptstadt sei es nicht möglich, die beiden Start- und Landebahnen des künftigen Großflughafens in Schönefeld unabhängig voneinander zu betreiben. Diese Betriebsform sei im Planfeststellungsbeschluss vorgesehen, sagte Scheuerle. Sie sorge dafür, dass der größte Flughafenkunde, Air Berlin, in Schönefeld sein Drehkreuz für Umsteigeverbindungen aufbauen könne. Scheuerle sagte, nach seinem Eindruck sei die viel diskutierte Alternative über die Gosener Wiesen deshalb nicht möglich.
Bei dem sogenannten unabhängigen Parallelbetrieb beider Bahnen können in kurzer Zeit mehr Flugzeuge den Airport ansteuern, als wenn die Fluglotsen immer Rücksicht auf die jeweils andere Bahn nehmen müssen. Aus Sicherheitsgründen müssen parallel abhebende Maschinen nach dem Start aber voneinander abdrehen. Auch die Deutsche Flugsicherung hatte schon deutlich gemacht, dass sie keine Alternative zur Müggelsee-Route sieht. Auf Vorschlag des Bundesunternehmens legt das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung bis Ende Januar die Flugrouten fest. Werde der See über die Gosener Wiesen umflogen, sei Erkner durch Starts und Landeanflüge doppelt belastet, erklärte Scheurle. Auch in Zeuthsen steige die Lärmbelastung. Scheurle sagte zu, dass die Flugrouten im laufenden Betrieb ausgewertet würden. "Wir können eine Flugroute immer wieder durch neue Rechtsverordnungen anpassen, wenn es sinnvoll ist." (dpa)





