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Die Transportmengen im deutschen Güterverkehr sind im Krisenjahr 2009 über alle Verkehrsträger um 10,9 Prozent auf 3271,5 Mio. Tonnen gesunken, zeigt der Bericht. Sogar um 11,2 Prozent brach die Verkehrsleistung ein. Sie betrug 427,1 Mrd. Tonnenkilometer (tkm). Am schlimmsten erwischte es die Eisenbahnen. Ihre Verkehrsleistung sank um 17,1 Prozent auf 95,8 Mrd. tkm. Das bedeutete einen Rückgang des Marktanteils von 17,8 auf 16,6 Prozent, der im vollem Umfang der Straße zugute kam. Den Bahnen schadeten besonders die Einbrüche bei den schienenaffinen Massengütern und der Preisverfall im Straßentransport, der für eine Verlagerung auf die Straße sorgte.
Dort kämpften die Transportunternehmen in einem ebenfalls schrumpfenden Markt: Die Verkehrsleistung sank um 8,6 Prozent auf 275,6 Mrd. tkm. Trotzdem legte die Straße im Modal Split von 72,4 auf 73,7 Prozent zu, während das Binnenschiff (13,1 Prozent Verlust bei der Verkehrsleistung auf 55,7 Mrd. tkm) von 9,8 auf 9,7 Prozent Marktanteil sackte.
Die Mengenverluste trafen die Straßentransporteure, aber auch die Speditionen mitten ins Herz. Der Wettbewerbsdruck sorgte für einen Preisverfall, den das BAG auf Basis von Marktbefragungen mit zehn Prozent bei längerfristigen Transportkontrakten und bis zu 30 Prozent bei den Spotfrachten beziffert.
Viele Insolvenzen
Tragischerweise ging gleichzeitig die Kapazitätsauslastung zurück. Die Lastfahrten sanken mit 8,5 Prozent deutlich stärker als die Leerfahrten (minus 6,5 Prozent), sodass sich der Lastfahrtenanteil von 80,2 Prozent in 2008 auf 79,9 Prozent im vergangenen Jahr verringerte.
Zahlreiche Unternehmen überstanden diesen Druck nicht. Die Insolvenzzahlen im Straßengüterverkehr schnellten gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent auf 1065 in die Höhe. Darin nicht eingeschlossen sind zahlreiche Unternehmensaufgaben. Überraschenderweise ging es Speditionen und Logistikdienstleistern kaum besser. Die Insolvenzzahlen in diesem Segment stiegen sogar um 34 Prozent auf 586. DVZ 17.7.2010









