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Rund 200 000 Transporte jährlich betroffen

Interessenverbund sagt Frachtdieben den Kampf an

Eine Lkw-Plane ist schnell aufgeritzt - rund 200 000 Transporte sind jährlich vom diebstahl der Fracht oder auch ganzer Lkw betroffen. (Foto: Tip)

04.05.2011 | Fünf Gesellschaften und Institutionen bündeln ihr Know-how und bieten Unternehmen und Fahrern aktive Unterstützung beim Thema Frachtdiebstahl an. Ihr Ziel: Aufklärung und Sensibilisierung über das zunehmende Risiko, Entwicklung praktischer Gegenstrategien sowie eine aktive Unterstützung bei der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen.

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Jedes Jahr sind rund 200 000 Transporte von Frachtdiebstählen betroffen. Den Unternehmen entstehen hierdurch Schäden in Milliardenhöhe. Gleichzeitig sehen sich die Lkw-Fahrer einem hohen Risiko ausgesetzt. In jedem fünften Fall werden sie tätlich angegriffen.

Europaweit verursachen Frachtdiebstähle jährliche Gesamtkosten von über 8 Mrd. EUR. Geraubt werden nicht nur Uhren und Notebooks. Im Visier der Täter sind unterschiedliche Waren, angefangen bei Lederbekleidung bis hin zu Tabakwaren. Für die Betriebe haben verspätete beziehungsweise ausgefallene Warensendungen häufig Produktionsausfälle und Auftragsstornierungen zur Folge.

Angesichts der verstärkten Internationalisierung des Handels und eines steigenden Straßengüterverkehrs auch auf deutschen Straßen, rechnen Experten mit einer weiteren Zunahme von Frachtdiebstählen. Ohne aktives Gegensteuern  besteht die Gefahr einer weiteren Zunahme von Diebstählen durch gut organisierte kriminelle Banden. Fünf Institutionen beziehungsweise Gesellschaften bündeln deshalb ihre Aktivitäten an unterschiedlichen Stellen der Lieferkette, um die betroffenen Unternehmen und Fahrer gezielt zu unterstützen. Beteiligt sind

  • das Landeskriminalamt Niedersachsen

  • der Verband für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland (VSWN)

  • die Anbieter von Frachtenbörsen TimoCom und Teleroute

  • HDI-Gerling Industrie, langjähriger Industrie- und Transportversicherer


In einer Presseerklärung geben die Institutionen Ratschläge, wie sich das Risiko von Frachtdiebstählen mindern lässt. Gegenstrategien können auf unterschiedlichen Feldern ansetzen. Sie reichen von technischen Anpassungen über veränderte organisatorische Maßnahmen bis hin zu entsprechend präventiven Verhaltensweisen bei den Fahrern, wie zum Beispiel:

  • Je nach Art der Ladung und Strecke sollte das passende Fahrzeug mit entsprechenden Sicherungssystemen eingesetzt werden. Generell ist dabei sicherzustellen, dass das Fahrzeug sicher und fahrbereit ist.
  • Transportinformationen sollten nicht im Beisein unbefugter Dritter ausgetauscht werden. Je kleiner die Zahl an Informationsträgern, Transportbeteiligten und Schnittstellen entlang der Lieferkette ausfällt, desto geringer ist das Risiko von Datenmissbrauch.
  • Fahrer sollten eingezäunte und beleuchtete Rast- und Stellplätze, insbesondere für längere Pausen und Übernachtungen ansteuern. Entsprechende Parkplätze sind schon bei der Routenplanung zu bevorzugen.
  • Während des Transports dürfen keine unbeteiligten Dritten mitgenommen werden. Zwischen Leitstelle und Fahrer ist ein ständiger Kommunikationsfluss sicherzustellen. Dies gilt besonders bei ungeplanten Routenänderungen und Fahrzeugstopps.


Bei Fragen wollen die beteiligten Institutionen und Gesellschaften den Unternehmen und Fahrern mit Rat und Tat zur Seite stehen, heißt es in der Presseerklärung abschließend. (sm)


Zu den Beteiligten

Teleroute mit Hauptsitz in Brüssel ist in 25 europäischen Ländern tätig und beschäftigt über 250 Mitarbeiter. Das Unternehmen zählt zu den führenden europäischen Anbietern elektronischer Dienstleistungen und Lösungen für die Speditions- und Logistikbranche. Im Jahre 1985 als Online-Börse für Frachtladungen und Fahrzeuge gegründet, liefert es bis heute Lösungen für eine bessere Zusammenarbeit für den Transport- und Logistiksektor. In Deutschland ist Teleroute seit 1989 landesweit tätig.

 www.teleroute.com

 www.teleroute.de


Die Wolters Kluwer Deutschland GmbH ist ein Wissens- und Informationsdienstleister, der insbesondere in den Bereichen Recht, Wirtschaft und Steuern fundierte Fachinformationen für den professionellen Anwender bietet. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Köln beschäftigt an 22 Standorten rund 1000 Mitarbeiter und agiert seit über 20 Jahren auf dem deutschen Markt. Wolters Kluwer Deutschland ist Teil des internationalen Informationsdienstleisters Wolters Kluwer n.v., dessen Kernmärkte Recht, Wirtschaft, Steuern, Rechnungswesen, Unternehmens- und Finanzdienstleistungen sowie das Gesundheitswesen sind. Wolters Kluwer hat einen Jahresumsatz (2009) von 3,4 Mrd. EUR, beschäftigt weltweit rund 19 300 Mitarbeiter und ist in über 40 Ländern vertreten.

 www.wolterskluwer.com

Die TimoCom Soft- und Hardware GmbH wurde im April 1997 gegründet. Das Unternehmen versteht sich als Dienstleister des Transportgewerbes. Zu den angebotenen Diensten zählen unter anderem das auch in die Homepage von DVZ.de integrierte Transportbarometer für das aktuelle Angebot an Laderaum und Ladung auf verschiedenen europäischen Märkten. Auch TimoCom bietet eine Fracht- und Laderaumbörse. Im Herbst 2009 wurde TC eBid® eingeführt – eine Ausschreibungsplattform, um das europaweite Kontraktgeschäft für die gesamte Transportkette zu optimieren. Die Plattform vereinfacht die Geschäftsabläufe zwischen Spediteuren, Logistikern sowie der verladenden Wirtschaft und macht das Geschäft produktiver und transparenter, heißt es dazu von Timocom.

 www.timocom.de



Weitere Links

 Landeskriminalamt Niedersachsen
 Verband für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland

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