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Grenzwerte würden weder nach schweizerischem noch nach deutschem Recht überschritten, heißt es in der gemeinsamen Untersuchung Deutschlands und der Schweiz, die das schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) am Freitag in Bern veröffentlichte. Dagegen liege der Lärmpegel auf Schweizer Gebiet naturgemäß deutlich über den Grenzwerten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige Schweizer Bundespräsident Pascal Couchepin hatten Ende April 2008 vereinbart, dass diese Untersuchung erarbeitet wird, um den Fluglärmstreit zwischen beiden Ländern zu entschärfen. Der Streit über die Flüge zum größten Schweizer Flughafen, der nur 15 km Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt liegt, belastet seit Jahrzehnten die Beziehungen beider Staaten.
Berlin hatte 2003 einseitig Beschränkungen für die Überflüge in den Tagesrandzeiten sowie an Sonn- und Feiertagen erlassen, um die Bevölkerung auf deutscher Seite besser vor Lärm zu schützen. Deshalb müssen mehr Maschinen Zürich-Kloten über Schweizer Gebiet ansteuern. Dies hatte zu Protesten der Anwohner geführt.
Die Studie basiert auf Daten der sechs verkehrsreichsten Monate im Jahr 2007 und enthält außerdem Hochrechnungen für die Lärmentwicklung bis zum Jahr 2024. Bern will Deutschland anhand der Resultate Vorschläge für eine künftige Regelung der An- und Abflüge am Flughafen Zürich unterbreiten. "Wir streben eine Aufweichung der bestehenden Verhältnisse an", sagte BAZL-Direktor Peter Müller in Bern. Ziel sei es, künftig weniger Menschen im Raum Zürich durch Fluglärm zu belasten. Konkrete Initiativen nannte er jedoch nicht.
Der Landrat des betroffenen deutschen Landkreises Waldshut, Tilman Bollacher, verlangte erneut, die deutschen Sperrzeiten für den Flugverkehr nach Zürich beizubehalten und die Anflüge über Südbaden auf 80 000 im Jahr zu begrenzen. (dpa)





