-Anzeige-
Westeuropa kommt in Summe gerade einmal auf plus 17 Prozent. Deutschland schneidet mit einem guten Fünftel Zuwachs etwas besser ab.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat das Güterverkehrswachstum rund um den Globus nur wenig abgebremst. Der ProgTrans-Analyse für 35 europäische Staaten sowie fünf Länder in Übersee zufolge wächst die Güterverkehrsleistung in den kommenden 15 Jahren im Schnitt um drei Prozent pro Jahr und erreicht dann 31,3 Billionen Tonnenkilometer (tkm). Wachstumslokomotive sind aufstrebende Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien, die ihre Leistung mitunter mehr als verdoppeln werden. Zum Vergleich: Die USA müssen sich mit elf Prozent Zuwachs begnügen, Westeuropa steht mit 17 Prozent nur wenig besser da.
Wichtigster Güterverkehrsmarkt auf dem alten Kontinent bleibt Deutschland, das darüber hinaus mit 23 Prozent auch ein stärkeres Wachstum verzeichnet als seine Nachbarn. Zwischen Flensburg und München soll 2025 eine Verkehrsleistung von 732 Mrd. tkm anfallen, 23 Prozent mehr als 2008. An die starken Zuwächse der Jahre 2000 bis 2008 (2,6 Prozent jährlich) kann der deutsche Markt indes nicht mehr anknüpfen. Für das laufende Jahrzehnt erwarten die Experten ein Plus von zwei Prozent pro Jahr, was sich nach 2020 auf 1,3 Prozent abschwächt.
Kaum Veränderungen im Modal Split
Auffallend ist, dass der Schiene die besten Wachstumsaussichten vorausgesagt werden (plus 3,2 Prozent per annum bis 2020 und plus 2,2 Prozent danach). 157 Mrd. tkm würden damit 2025 auf der Schiene erbracht. Die Dominanz der Straße wird dadurch nicht gebrochen. ProgTrans prognostiziert eine Leistung von 506 Mrd. tkm – 1,57 Prozent Zuwachs pro Jahr. Damit ändert sich auch kaum der Modal Split. Die Straße kommt 2025 auf 69,2 Prozent (2008: 69,8 Prozent), die Schiene auf 21,5 Prozent (19,4). DVZ 29.6.2010






