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Diese Aussage trifft der Transport Market Monitor, den die Logistikplattform Transporeon und das Beratungsunternehmen Capgemini Consulting vergangene Woche gemeinsam herausgegeben haben.
Die Aussage anders ausgedrückt: Die Transportpreise im Ladungsverkehr lagen im Schlussquartal 2009 durchschnittlich 5,1 Prozent unter dem Niveau vor der Krise. Gegenüber dem dritten Quartal 2009 ist die Entwicklung stabil. Der Preisindex für diesen Zeitraum lag bei 94,6. Der Blick auf die einzelnen Monate zeigt, dass der Trend nach oben nicht einheitlich ist. Im Oktober erreichte der Index mit 98,3 fast Vorkrisenzeiten, im November und Dezember lagen die Werte mit 91,9 und 93,5 wieder klar darunter.
Schwankende Kapazität
Der Blick auf den ebenfalls erhobenen Kapazitätsindex zeigt, dass sich die Reduzierung von Kapazitäten Ende des Jahres verlangsamt hat. Das erste Quartal war von Überkapazitäten gekennzeichnet, die in zwei Schüben zwischen Februar und April sowie im August und September zurückgenommen wurden. In den Monaten Oktober und November stieg der Kapazitätsindex wieder, was den Transportpreisen offenkundig nicht guttat.
Die Transportpreise sind nicht in allen Segmenten des europäischen Ladungsverkehrs gleich. Die Segmente Lebensmittel und Getränke, Papier und Druck sowie vor allem Holz lagen im vierten Quartal 2009 über dem Durchschnittsindex. Die Preise für Baustofftransporte entwickelten sich unterdurchschnittlich. Mit Aussagen über die weitere Entwicklung halten sich die Analysten von Cap Gemini angesichts der uneinheitlichen Wirtschaftsentwicklung zurück. „Sollte sich das Wirtschaftswachstum als nachhaltig erweisen, könnten im Laufe des Jahres 2010 wieder die Werte aus der Zeit vor der Krise erreicht werden“, heißt es.
Preisdifferenzen
Die Unsicherheit im Markt sorgte übrigens dafür, dass die Preisdifferenzen zwischen dem höchsten und niedrigsten Preisangebot pro Transport erheblich blieben. Im vierten Quartal betrug der Durchschnittswert rund 25 Prozent, auf dem Höhepunkt der Krise im Februar waren es sogar 35 Prozent. Die prozentualen Preisdifferenzen nehmen mit steigender Transportentfernung zu.
Die Auswertung basiert auf Transporten, die über Transporeon abgewickelt wurden. Das jährliche Transaktionsvolumen beträgt 2 Mrd. Euro europaweit. Der Preisindex errechnet sich aus den durchschnittlichen Transportpreisen je Kilometer im Zeitverlauf. Der Kapazitätsindex spiegelt die durchschnittliche Anzahl der Gebote pro Transportauftrag. Weitere Details sind auf der Transporeon-Homepage abzurufen. DVZ 23.3.2010





