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Wegen Luftraumsperrung steigen Raten an

Flugausfälle behindern die Luftfracht

Bei Lufthansa und der Frachttochter
Cargo bleiben alle Maschinen am Boden. (Bild: dpa)

Von Erwin Maruhn, Hamburg

19.04.2010 | Die Vulkanasche aus Island hat den Luftverkehr in Europa nahezu zum Erliegen gebracht. Damit müssen sich auch Verlader und Spediteure auf tagelange Verzögerung beim Transport ihrer Waren einstellen. Integrators und Fluggesellschaften haben europäische Sendungen inzwischen auf die Straße verlagert.

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Am Wochenende fielen in Europa nahezu 100 Prozent aller geplanten Flüge aus, weil die Behörden den Luftraum in zahlreichen Ländern geschlossen hatten. Nach Einschätzung der Flugsicherung kann die Störung des Flugverkehrs noch Tage andauern. Seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 hat sich kein Ereignis so gravierend auf den Luftverkehr ausgewirkt wie der Vulkanausbruch auf Island.

Durch die Flugausfälle sitzen bereits tausende Tonnen Fracht weltweit auf Flughäfen fest. Außerdem haben Fluggesellschaften für den heutigen Montag kurzfristig Preiserhöhungen für Sendungen beispielsweise ab Hongkong angekündigt. Damit zeigt der Kapazitätsengpass sofortige Wirkung.

Lufthansa Cargo steht zudem vor dem Problem, dass derzeit nur ein Frachter auf dem Frankfurter Heimatflughafen bereitsteht. Die restlichen 14 hingegen sind auf Flughäfen in aller Welt gestrandet. Daher überlegt die Kranich-Frachttochter, die Maschinen zu einem noch offenen Flughafen im Süden Europas zu überführen, um sie so näher an Frankfurt heranzuholen.

Emirates SkyCargo hat die Kunden unterdessen gebeten, bis auf weiteres keine Fracht an ihren deutschen Abgangsflughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg anzuliefern. Die Lagerkapazitäten vor Ort seien fast erschöpft, begründete die Luftfrachtgesellschaft diesen Schritt.

Die Integrators UPS und DHL Express arbeiten derzeit nach einem Notfallplan. Beide haben ebenso wie Lufthansa Cargo ihre europäischen Transporte komplett auf Lkw-Verkehre umgestellt. DVZ 17.4.2010

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