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Das Eisenbahnbundesamt (EBA) in Bonn soll Anfang September bei mehr als 18 Prozent von rund 4500 kontrollierten Waggons „sicherheitsrelevante Mängel“ an den Achsen festgestellt haben, hieß es in der Dokumentation „Endstation Chaos. Die Bahn auf gefährlichem Kurs“, die am Montagabend in der ARD ausgestrahlt wurde.
Die Radsatzwellen wiesen dem Bericht zufolge Schleifspuren, Kerben oder Korrosionsschäden auf. Die meisten der überprüften Waggons seien im Besitz der Bahn-Tochter DB Schenker. Insgesamt sind auf deutschen Schienen mehr als 120.000 Güterwagen unterwegs. Dem Bericht zufolge soll die Untersuchung die erste seit Gründung des Amtes 1994 gewesen sein.
Nach dem Bahnunglück im italienischen Urlaubsort Viareggio hatte das EBA Mitte Juli eine Überprüfung der Achsen aller Güterwagen in Deutschland auf Risse angekündigt. In Viareggio war am 29. Juni ein Flüssiggaswaggon wegen einer gebrochenen Achse entgleist und explodiert. 24 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben.
Das Eisenbahnbundesamt hat laut ARD erklärt, dass die in der Dokumentation erhobenen Vorwürfe keinesfalls neu seien. Bei den üblichen Kontrollen, die jedes Jahr durchgeführt würden, seien Mängel unterschiedlicher Qualität festgestellt worden. Daran werde gearbeitet. (dpa)






