-Anzeige-
Die europäischen Fluggesellschaften müssen ab 2012 für den Emissionshandel etwa 3 Mrd. Euro jährlicher Zusatzkosten veranschlagen. Das hat das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) ermittelt. Demnach werden im ersten Jahr voraussichtlich Rechte für den Ausstoß von 177,8 Mio. Tonnen Kohlendioxid (CO2 ) ausgegeben. Prognostiziert sind für 2012 jedoch 223,6 Mio. Tonnen. "Die Differenz müssen die Fluggesellschaften zukaufen oder ausgleichen", sagte Janina Scheelhaase vom DLR am Freitag bei einer Fachveranstaltung in Hamburg.
Von den 177,8 Mio. Tonnen sind für die Fluggesellschaften nur 85 Prozent gratis. Ausschlaggebend für die Verteilung der Zertifikate ist ein Richtwert, der von den transportierten Mengen (revenue tonne kilometers) abhängt. 15 Prozent, also die Rechte für den Ausstoß von 26,7 Mio. Tonnen CO2, werden versteigert. Der Verbrauch von einer Tonne Kerosin entspricht rund drei Tonnen CO2. Offizielle Zahlen der EU liegen noch nicht vor. "Sie können allerdings um vier bis sieben Prozent abweichen, da es kaum vollständige Daten gibt", so Scheelhase. DVZ 22.6.2010 (at/sr)
In der aktuellen DVZ vom 22. Juni 2010 finden Sie zu diesem Thema auch die Zahl des Tages auf Seite 1.






