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Lokführer fordern fünf Prozent mehr Geld

Eisenbahnergewerkschaften erneuern Streikdrohung

18.06.2010 | Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zieht mit der Forderung nach fünf Prozent mehr Geld in die anstehende Tarifrunde. Zugleich soll mit der Deutschen Bahn und ihren privaten Konkurrenten ein bundesweiter Rahmentarifvertrag geschlossen werden. Das teilte die GDL nach entsprechenden Gremienbeschlüssen am Donnerstag in Königswinter mit.

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„Unser Ziel ist ein gleiches Lohnniveau für alle Lokomotivführer in Deutschland“, sagte der Vorsitzende Claus Weselsky. Auch die größeren Gewerkschaften Transnet und GDBA streben einheitliche Tarifstandards an und erneuerten ihre Streikdrohungen.

Der Wettbewerb über die Lohnkosten müsse ein für alle Mal beendet werden, sagte Weselsky. Bisher liegt das Niveau bei Privatbahnen teils weit unter dem der Deutschen Bahn. Die GDL will außerdem erreichen, dass Lokführer ihren Arbeitsplatz nicht verlieren, wenn ein Streckennetz an einen anderen Betreiber vergeben wird. Der neue Anbieter soll die Mitarbeiter dann zu den Bedingungen des bundesweiten Rahmentarifs weiterbeschäftigen. Die Lokführerausbildung soll auch bei anderen Unternehmen mindestens acht Monate umfassen wie bei der Deutschen Bahn.

Transnet und GDBA hatten bereits im März ein Forderungspaket von sechs Prozent mehr Geld für die Tarifrunde bei der Deutschen Bahn vorgelegt. „Wenn die Arbeitgeber bei ihrer starren Ablehnung eines neuen Branchentarifvertrages bleiben, wird es von August an zu Arbeitskampfmaßnahmen kommen“, sagte der Sprecher der Gewerkschaft Transnet, Michael Klein, dem „Westfalen-Blatt“ (Donnerstag). Die Friedenspflicht bei der Deutschen Bahn ende am 31. Juli. Erst dann habe es Sinn, auch bei Privatbahnen zu streiken. (dpa)

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