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Binnenschifffahrt

Auch die Mosel ist teilweise gesperrt

08.02.2012 | Die Kälte hat Rheinland-Pfalz trotz leicht gestiegener Temperaturen fest im Griff. Auf den Flüssen bildet sich immer mehr Eis. Und auch im Nachbarland Nordrhein-Westfalen geht zumindest auf den Kanälen nichts mehr.

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Auf der Mosel war das Eis am Mittwoch von der Mündung bis zur Staustufe in Enkirch zwischen 6 und 8 Zentimeter und in den Häfen sogar 10 bis 15 Zentimeter dick, teilte die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest in Mainz mit. Die Schifffahrt wurde in diesem Abschnitt flussaufwärts gesperrt. Oberhalb von Enkirch war die Schifffahrt laut Angaben der Experten nicht behindert.

Die Lahn war für Schiffe weiter gesperrt. Auf der Saar war die Schifffahrt im französischen Teil eingestellt, nicht aber im deutschen Teil. Auf dem Rhein war das Eis in den Häfen bis zu 5 Zentimeter dick, die Schiffe konnten aber ohne Behinderungen fahren. Im Hafen in Ludwigshafen brach an manchen Stellen die Eisdecke.

An diesem Donnerstag werden die Thermometer nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes höchstens auf -6 bis -2 Grad steigen, im Bergland auf -7 Grad. Hier und da kann es etwas schneien. In der Nacht zum Freitag wird es wieder etwas kälter: bis zu -13 Grad, in den Bergen bis -15 Grad.

Kanalschifffahrt in NRW liegt auf Eis

Der frostige Winter lässt auch viele Wasserstraßen in Nordrhein-Westfalen (NRW) komplett zufrieren. "Wir haben den Mittellandkanal gesperrt. Bei uns fährt kein Schiff mehr", sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Minden, Henning Buchholz, am Mittwoch. "Wir können mit unseren Eisbrechern das Eis nicht mehr wegschieben. Die Eisdecke ist sehr hart und wächst schnell." Auf dem Dortmund-Ems-Kanal fuhren am Mittwoch Eisbrecher, um noch einige Schiffe zu begleiten, die zum Rhein unterwegs waren. In der Nacht zum Mittwoch hatten dem Deutschen Wetterdienst in Essen zufolge Temperaturen um die minus 20 Grad geherrscht. Auch in den kommenden Tagen soll es frostig bleiben.

Ein bis zwei Wochen bleiben die Kanäle jetzt zu, sind sich die Experten sicher. Für die Binnenschiffer wäre das zwar noch keine Katastrophe. "Die wirtschaftlichen Auswirkungen für einzelne Unternehmer können aber gravierend sein", sagte Jens Schwanen, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Binnenschiffer. Die meisten Schiffer und die verladende Wirtschaft seien jedoch gut auf eine "normale Eiszeit" eingestellt. "Sie haben sich vor dem Eis auf den freien Rhein begeben."

Der Rhein als wichtigste Wasserstraße des Landes ist noch über den Rhein-Herne-Kanal zu erreichen. Der Kanal wird auch vorerst offen bleiben - "jedenfalls solange es keine strengen Nachtfröste gibt", sagte Klaus Fähnrich vom Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg. Drei Eisbrecher seien im Ruhrgebiet im Einsatz, um die Fahrrinne freizuhalten. "Wir haben momentan aber noch ein anderes Problem: Durch den Ostwind staut sich das Eis vor den Schleusen." Viele Schleusen auf dem Datteln-Hamm-Kanal und dem Wesel-Datteln-Kanal sind schon gesperrt, etwa in Hamm oder Hünxe.

Kein Tauwetter in Sicht

Die Binnenschiffer können nun nur auf Tauwetter hoffen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Essen lässt das aber noch auf sich warten. Die Temperaturen bleiben auch in den kommenden Tagen unter null Grad. "Ideal wäre Regen, dann taut das Eis schnell und wir würden die Eisbrecher wieder rausschicken", sagte Buchholz. "Solange wir Minusgrade haben, tut sich gar nichts." (lrs/lnw)

 Eisbericht deutscher Wasserstraßen

 Deutscher Wetterdienst

 ADAC

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