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„Wir sind sehr erfreut über dieses Ergebnis“, sagte der Pressesprecher der Wasserschutzpolizei Travemünde, Carsten Dose. In der Vergangenheit waren am Skandinavienkai wiederholt betrunkene Lastwagenfahrer aus Osteuropa aufgefallen. Vor rund drei Wochen hatte die Polizei einen lettischen Fahrer mit 2,1 Promille gestoppt.
In langer Schlange rollen die Lastwagen und Zugmaschinen von dem Fährschiff, das gerade aus Schweden angekommen ist. Einer nach dem anderen wird von einem Einweiser auf eine Sonderspur gewunken. An deren Ende stehen Polizisten in orangefarbenen Warnwesten und lassen die Fahrer in Alkoholtestgeräte pusten. „Die meisten Fahrer haben Verständnis für die Kontrollen und finden es gut, dass wir verstärkt gegen den Alkoholmissbrauch einiger ihrer Kollegen vorgehen“, sagte der Leiter des Hafensicherheitsdienstes der Wasserschutzpolizei, Roland Liedtke.
Gerade auf den langen Fahrten von Riga oder Liepaja in Lettland vertreiben sich einige Fahrer offenbar die Zeit mit Hochprozentigem. „Die kommen betrunken von den Fährschiffen und wollen so mit ihren Sattelzügen auf die Autobahn. Besonders brisant ist das bei Gefahrguttransporten“, berichtet Dose. Insgesamt vier Kontrollen hat es seit Ende November gegeben, bei einer wurde der Fahrer eines Gefahrguttransportes mit einem Atemalkoholwert von fast einem Promille erwischt.
Kein Alkoholverbot auf Hafengelände
Doch bislang kann die Polizei den Fahrern nur die Zündschlüssel zur Gefahrenabwehr wegnehmen, aber keine Strafen verhängen. Denn auf dem Hafengelände gilt nicht die Straßenverkehrsordnung, sondern die Hafenbenutzungsordnung der Hansestadt Lübeck. Und in der ist das Fahren im Hafen unter Alkoholeinfluss nicht ausdrücklich verboten. „Wir arbeiten bereits an einer Änderung“, versicherte der Lübecker Hafenkapitän Wolfram Klempin, der am Freitag ebenfalls an der Kontrolle teilnahm. Das ist ganz im Sinne der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG). „Für alle Mitarbeiter der LHG gilt aus Sicherheitsgründen ein absolutes Alkoholverbot. Das ist bei bis zu 2000 Lkw, die pro Tag allein am Skandinavienkai abgefertigt werden, aus Sicherheitsgründen unerlässlich. Deshalb freuen wir uns über die Kontrollen, die ja allem Anschein nach bereits Wirkung zeigen“, sagte der Pressesprecher der LHG, Rolf Klein. (dpa)






