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„Deutschland bringt eine starke Logistikkompetenz mit und hat damit eine gute Voraussetzung, den Wirtschaftseinbruch konstruktiv zu nutzen und zu bewältigen“, sagte der Präsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes, Michael Kubenz, am Dienstag zum Auftakt der Messe transport logistic in München. Bis diesen Freitag zeigen bei der weltgrößten Fachmesse dieser Art rund 1760 Unternehmen aus 55 Ländern neue Produkte und Dienstleistungen rund um den Güterverkehr auf Straße und Schiene, auf dem Wasser und in der Luft.
Es gelte, die Zeit des Stillstands für Prozessoptimierungen und Anpassungen in der Kostenstruktur zu nutzen, sagte Kubenz. Für die Wirtschaftsentwicklung gebe es bereits erste Hoffnungsschimmer. Auch die beiden Konjunkturpakete der Bundesregierung mit den geplanten Investitionen in Infrastruktur und in Verkehrsträger seien gute Maßnahmen. Die Branche fürchte allerdings, dass wichtige Projekte wie die Seehafenhinterland-Verbindungen zugunsten beispielsweise von Ortsumgehungen zurückgestellt würden, weil diese in Zeiten des Wahlkampfs als Vorzeigeprojekte genutzt würden.
Die Transport- und Logistikbranche kämpfe derzeit im Schnitt mit Auftragseinbrüchen von bis zu 30 Prozent, sagte Kubenz. Während sich die Konsumgüterindustrie als Abnehmer von Dienstleistungen noch relativ stabil halte, sehe es in Branchen wie der Automobilindustrie, der Chemie und im Maschinenbau ganz anders aus. Dies habe auch den Preiskampf angeheizt. Derzeit gebe es in der Branche Preisrückgänge um bis zu 30 Prozent, sagte Kubenz.
Tiefensee: Rückgrat der Wirtschaft
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) rief die Transport- und Logistikunternehmen dazu auf, die Krise als Chance zu nutzen. „Die Fakten sind das Eine, dass wir uns nicht niederdrücken lassen das Andere“, sagte Tiefensee. Die Branche mit ihren 2,7 Millionen Beschäftigten sei Rückgrat für die gesamte Wirtschaft. Zur Überwindung der Krise könne sie sich auch auf den Masterplan Güterverkehr und Logistik der Bundesregierung stützen. (dpa)





