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Der mit giftigen Chemikalien beladene Lkw aus Frankreich war wie berichtet auf der Autobahn 4 zwischen Magdala und Mellingen liegengeblieben. Bis zum Abend blieb die Autobahn in Richtung Dresden vollständig gesperrt. Erst kurz vor Mitternacht gab die Polizei den Abschnitt wieder frei. Zuvor hatte sich der Verkehr teilweise auf mehr als 10 km Länge gestaut, sämtliche Umleitungsstrecken und die Jenaer Innenstadt waren völlig überlastet. Vor allem im Feierabendverkehr ging „so gut wie gar nichts mehr“, hatte ein Polizeisprecher am Abend gesagt.
Ursprünglich sollten die Bergungsarbeiten schon am Nachmittag beendet sein. Doch die Situation war kompliziert. Die Feuerwehr musste unter Atemschutz die Gefahrgutsäcke mit Filterrückständen, von denen jeder eine Tonne wiegt, mit einem Kran in spezielle Container umladen. Fünf dieser Container wurden aus ganz Deutschland herangeschafft. Die Bergung dauerte bis in die Nacht hinein.
Der Fahrer hatte den Lastwagen um kurz vor 5.00 Uhr am Morgen gestoppt, nachdem er ungewöhnliche Temperaturen im Sattelauflieger bemerkt hatte. Ein Feuer brach nicht aus, verletzt wurde niemand.
Allerdings flackerten immer wieder Glutnester auf. Deshalb verzögerten sich die Arbeiten zusätzlich. Nach Polizeiangaben sollte der Lkw die Rückstände zu einer Recycling-Firma in Bernburg in Sachsen-Anhalt bringen.
Rund 85 Feuerwehrmänner sowie 34 Polizisten waren im Einsatz. Das Umweltamt geht derzeit nicht davon aus, an der Unglücksstelle Erde ausheben zu müssen. (dpa)






