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"Ich werde auf dem Parteitag dafür kämpfen, dass der Parteitagsbeschluss von 2009 revidiert wird", sagte Wowereit am Freitag bei einem Vortrag bei der Industrie- und Handelskammer Berlin. Allerdings machte Wowereit auch klar, dass er das auch in der SPD umstrittene Großprojekt anders beurteilen würde, wenn nicht der Bund den Löwenanteil der 420 Mio. Euro Kosten bezahlen würde. "Wenn wir es selber bezahlen müssten, würden wir nicht lang überlegen", räumte Wowereit ein. Dann würde Berlin lieber mehr Millionen für die Sanierung des Universitätsklinikums Charité ausgeben.
"Es wäre fatal, Herrn Ramsauer ein schönes Geschenk zu machen, dass er damit in Bayern eine schöne Autobahn bauen kann", sagte Wowereit. Doch Berlin habe sich für diese Investition entschieden, um damit auch Tausende Menschen vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Zudem würden die Gegner immer verkennen, dass der Weiterbau auch große Investitionen und Arbeitsplätze für Berlin bedeute.
Bereits im vergangenen Juni hatte sich die Parteibasis gegen den Willen der Parteispitze mit knapper Mehrheit gegen die 3,2 Kilometer lange Verlängerung der Stadtautobahn von Neukölln nach Treptow ausgesprochen. Nun steht das Thema am 26. Juni erneut auf der Tagesordnung eines Landesparteitages. Die Chancen für einen Beschluss für den Weiterbau sind jedoch nicht gewachsen. Die Antragskommission empfahl jüngst mit zehn zu sechs Stimmen die Annahme des Antrags des Arbeitskreises Umweltschutz. Darin heißt es: "Die Berliner SPD sieht keine Notwendigkeit für die Verlängerung der A 100."
Delegierte sind unentschlossen
Allerdings stehen zwei weitere Anträge zur Abstimmung. Ein Antrag aus Lichtenberg befürwortet den Weiterbau. Der Arbeitskreis Mobilität knüpft Bedingungen an den Weiterbau, die darauf abzielen, die Stadt insgesamt vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Für diese Variante hatte sich kürzlich mehrheitlich die SPD-Fraktion ausgesprochen. (dpa)
Senatsseite zur A-100-Verlängerung






