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"Die Nachtruhe muss stärker eingehalten werden", fügte Lemke hinzu. "Deshalb leisten wir massiven Widerstand auch gegen die geplante EU-Verordnung zu Flughäfen", Nach Darstellung der Grünen könnten mit den Brüsseler Plänen Lärmschutzaktionen aus wirtschaftlichen Gründen gekippt werden.
Lemke sagte der Zeitung zudem, dass Fluglärm zunehmend ein Thema für Unternehmen in der Region werde. "Wenn die Menschen nicht mehr schlafen können, dann merken das auch die Betriebe, weil ihre Mitarbeiter nicht mehr konzentriert arbeiten können." Sie warnte aber vor überzogenen Erwartungen, was den Ausbau des Frankfurter Flughafens betreffe. "Leider haben wir das Phänomen, dass sich die Leute oft erst in Bewegung setzen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist", sagte Lemke. "Es wird äußerst schwierig, das Rad zurückzudrehen." Die Grünen hätten schon vor 15 Jahren gegen Fluglärm gekämpft.
Wieder Montags-Demos in Frankfurt und Berlin
Mehr als 2000 Menschen haben am Montagabend am Frankfurter Flughafen gegen die wachsende Lärmbelastung in der Region protestiert. Die Polizei sprach von rund 2200 Teilnehmer und einem friedlichen Verlauf. Zu der bisher größten Demonstration am vergangenen Sonnabend waren weit mehr als 6000 Menschen gekommen. Das Bündnis aus mehr als 60 Initiativen im gesamten Rhein-Main-Gebiet fordert ein Gesamtkonzept, um den Fluglärm zu reduzieren. Seit Mitte November protestieren die Fluglärmgegner montags im Flughafen.
Proteste gegen Fluglärm gab es am Montagabend auch in Berlin-Friedrichshagen – trotz zweistelliger Minusgrade. Nach Angaben der örtlichen Bürgerinitiative kamen am trotz der sibirischen Kälte erneut Hunderte Demonstranten auf dem Marktplatz zusammen, um gegen die vorgesehenen Flugrouten über den Berliner Müggelsee zu protestieren. Der Sprecher der Bürgerinitiative Friedrichshagen, Manfred Kurz, sprach von rund 1000 Demonstranten. (dpa)





