-Anzeige-
Das teilte ein Sprecher des bundeseigenen Konzerns nach dem Auftakttreffen mit der Gewerkschaft GDL am Freitag in Berlin mit. Die Bahn habe ihre Bereitschaft erklärt, an einer Lösung mitzuwirken, sagte der Sprecher. Ein Angebot zu höheren Einkommen wurde zunächst nicht vorgelegt. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld.
Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky sagte, er erwarte längere Gespräche über die zentrale Forderung nach einheitlichen Tarifstandard für Lokführer bei der Bahn und privaten Konkurrenten. "Ich drohe nicht mit Streiks, weil wir fest darauf setzen, auf dem Verhandlungswege zu einem Ergebnis zu kommen." Die Gespräche für die Beschäftigten anderer Berufsgruppen bei der Bahn mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA laufen bereits.
Außerdem will die Arbeitnehmerseite einen Branchentarifvertrag für Lokführer im Fern- und Nahverkehr, den auch die privaten Konkurrenten des bundeseigenen Konzerns übernehmen sollen. Die Bahn versuche, durch Gründung von Tochterunternehmen das Tarifniveau zu senken, sagte Weselsky. "Diesen Bemühungen werden wir nachdrücklich entgegentreten." Nach der Forderung der GDL würde ein Lokführer je nach Berufserfahrung zwischen 34.000 und 40.000 Euro Brutto im Jahr erhalten.
Am Montag hatten die Tarifverhandlungen der Bahn mit dem Gewerkschaftsbündnis aus Transnet und GDBA begonnen. Sie verlangen für 165.000 Beschäftigte Einkommensverbesserungen, die einem Plus von sechs Prozent mehr Geld entsprechen, sowie einen Einheitsflächentarif für den Nahverkehr. Die Verhandlungen werden am 29. Juli fortgesetzt. Am Donnerstag gab es in Fulda eine Konferenz zur Vorbereitung eines Branchentarifvertrags. (dpa)






