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Stuttgart ist damit als erste Stadt in Baden-Württemberg für solche Lkw tabu. Laut Umweltministerium des Landes trifft das Fahrverbot jeden zehnten Lastwagen oder Transporter in der Region. Stuttgart gilt seit Jahren als die am meisten mit Feinstaub belastete Stadt Deutschlands - die Messstation Neckartor hält die Rekordwerte.
Fahrzeuge mit gelben Plaketten haben bis Ende 2011 freie Fahrt in Stuttgart, danach sind nur noch Autos mit grünen Aufklebern erlaubt. Neben Stuttgart gibt es im Südwesten inzwischen 17 Umweltzonen, darunter die großen Städte Mannheim, Karlsruhe und Freiburg. Wer ohne passende Plakette unterwegs ist und erwischen wird, dem droht ein Bußgeld von 40 Euro.
Die verschärften Fahrverbote greifen nach Ansicht von Naturschützern im Kampf gegen den gesundheitsschädlichen Feinstaub noch immer zu kurz. Auch Fahrzeuge mit gelber Umweltplakette müssten schleunigst aus Stuttgart ausgesperrt werden - und nicht erst wie geplant 2012, forderte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Donnerstag. Das neue Fahrverbot für Lastwagen mit roter Umweltplakette reiche nicht aus, "um die gefährlichen Partikel auf den geltenden Grenzwert zu reduzieren", sagte BUND-Landesgeschäftsführer Berthold Frieß.
BUND fordert großräumige Umweltzone
Der BUND forderte nicht nur ein Vorziehen des Fahrverbots für fahrzeuge mit gelben Plaketten, sondern auch eine großräumigere Umweltzone für die gesamte Region Stuttgart. "Der Flickenteppich muss dringend bereinigt werden", sagte Frieß. Zudem brauche es weitere Tempolimits auf maximal 40 Kilometer pro Stunde auf allen Hauptverkehrsachsen, um dem Feinstaub Herr zu werden. (dpa)
Messwerte der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz: http://mnz.lubw.baden-wuerttemberg.de/messwerte/aktuell/regD9NO2.htm






